RHC Dornbirn verliert spät

Rollhockeyclub erlebt 3:5-Pleite nach Führung in Münsingen.
Dornbirn Bis vier Minuten vor dem Ende sah es nach einem Auswärtserfolg aus, doch eine bittere Schlussphase kostete den RHC Dornbirn am vergangenen Wochenende zumindest einen Punkt. Trotz dreimaliger Führung mussten sich die Messestädter bei den HC Münsingen Wölfe mit 3:5 geschlagen geben.
Dabei war von Beginn an spürbar, dass Dornbirn keinen guten Tag erwischt hatte. Zu viele einfache Fehler im Spielaufbau führten immer wieder zu gefährlichen Situationen vor dem eigenen Tor. Zudem fehlten mit Fässler, Levay, Mostögl und Jochum gleich vier Stammkräfte. Auch bei den Gastgebern war die Bank kurz, Ausreden ließ das jedoch keine zu. Vielmehr spiegelte die Partie eine schwierige Trainingswoche wider, die von Ausfällen und Verletzungen geprägt war. Besonders schmerzhaft: Stammtorhüter Gomes Da Silva musste bereits in der ersten Halbzeit verletzt vom Feld, der Verdacht auf einen Innenmeniskusriss steht im Raum.
Drei Mal in Führung, kein Punkt
Die Begegnung begann ausgeglichen, klare Chancen waren zunächst Mangelware. Erst in der 18. Minute brachte Pau Molet Dornbirn mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Wölfe folgte prompt, der Ausgleich zum 1:1 war zugleich der Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste ein Überzahlspiel nach blauer Karte gegen Silva Monteiro konsequent – Kilian Hagspiel traf zum 2:1. Doch auch diesmal hielt der Vorsprung nicht lange. Pages Garcia sorgte zehn Minuten später für den erneuten Ausgleich. Dornbirn zeigte Moral, Kapitän Hagspiel stellte mit seinem zweiten Treffer auf 3:2.
Die Schlussphase entwickelte sich jedoch zum Albtraum. Drei Minuten vor dem Ende verwertete Tobias Cebulla einen Penalty-Nachschuss zum 3:3. Als vieles bereits nach Verlängerung aussah, brachte ein Teamfoul die Entscheidung. Dornbirn riskierte alles, ersetzte den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler, ein Fehlpass ermöglichte jedoch noch zwei Gegentreffer zum 3:5-Endstand.
Trotz dreier Führungen blieb Dornbirn ohne Punkt. Drei Runden vor Ende der Qualifikation liegt man punktgleich mit Vordemwald, dank des besseren Torverhältnisses weiterhin auf Rang zwei. Diese Position gilt es zu verteidigen, auch im Hinblick auf das Heimrecht in den Play-offs. Am Samstag, 7. Februar, wartet mit dem ungeschlagenen Tabellenführer Montreux die nächste große Herausforderung. cth