Aggressiver Altach-Fan nach Tumult vor Gericht

Pfefferspray konnte 46-Jährigen nicht abhalten, weiter Richtung Beamten zu gehen.
Feldkirch Ein 46-jähriger Fußballfan musste am Donnerstag wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung vor Gericht. Am 15. November war es im Altacher Stadion im Schnabelholz zu tumultartigen Szenen gekommen. Beim Fußball-Regionalliga-Spiel zwischen SCR Altach Juniors und dem FC Wacker Innsbruck gingen vermummte Fans der Tiroler auf Altach-Fans los. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun. Tische, Stühle, Mülltonnen wurden gegen die Beamten geworfen. Auch einige Altach Fans benahmen sich aggressiv und völlig daneben.
Gegen Polizeikette
Der angeklagte 46-jährige Oberländer gibt zu, dass er sich falsch verhielt. „Es ist mir heute auch peinlich. Ich schäme mich in Grund und Boden. Mein Sohn spielt bei Altach, ich bin oft vier Mal in der Woche unten, man kennt mich. Ich engagiere mich auch beim Nachwuchs. Ich kann mich nur entschuldigen“, so der Angestellte.
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Der Mann hält es nicht für ausgeschlossen, dass die vier großen, von ihm konsumierten Weiß-Sauer damals mitverantwortlich für seine Reaktion waren. Konkret marschierte der Angeklagte als Erster einer Gruppe von Altach-Fans auf die Polizeikette zu und versuchte diese zu durchbrechen. Er reagierte weder auf die Aufforderung, stehen zu bleiben, noch konnte ihn Pfefferspray davon abhalten, weiter auf die Polizisten zuzugehen.
Paneele beschädigt
Bei den Tumulten gab es auch zahlreiche Sachbeschädigungen. Der Angeklagte hat drei LED-Bandenpaneelen beschädigt. Die 500 Euro Schaden muss er bezahlen. Von den Vorfällen gibt es zahlreiche Videos und dieser Prozess wird nicht der letzte sein, den das Gericht zu behandeln hat. Der Polizeibeamte, mit dem sich der Fan anlegte, bestätigt, dass er nicht geschlagen wurde. Dass es auch sein kann, dass die erhobene Hand eine Abwehr gegen den Pfefferspray war und auch keine Absicht bestand, ihn zu schlagen. „Ich weiß nur noch, dass er mich mit kleinen Augen suchte, herumfuchtelte und weiter in meine Richtung ging.“ Nun will Richter Alexander Wehinger das Video von Amts wegen einholen, um zu überprüfen, ob der Angeklagte abwehrte oder in Richtung Polizisten schlagen wollte. Auf den Standbildern ist dies nicht gut zu erkennen. Der Prozess wurde auf 18. Februar vertagt.