Lustenau ist bereit fürs Funkenwochenende

Eichele- und Hofstalder Funkenzunft freuen sich auf zahlreichen Besuch.
Lustenau Trotz Regen und Schneefall sind die beiden Lustenauer Funkenzünfte eifrig bei den Vorbereitungen für das bevorstehende Funkenwochenende. “Mir macht das Wetter nichts aus”, sagt Kilian Martin von der Eichele-Funkenzunft, während er am Freitagvormittag mithilfe eines Krans Christbäume und Äste auf den rund 15 Meter hohen Naturfunken bei der Feldrast anbringt. Die Vorfreude auf das bevorstehende Funkenwochenende ist sowohl bei der Eichele- als auch bei der Hofstalder Funkenzunft groß. Die letzten Handgriffe werden erledigt, damit am Samstag und Sonntag der Winter traditionell mit dem Abbrennen der Funken vertrieben werden kann.
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Eichele-Funken am Samstag
“Wir haben fünf Funkenstangen aufgestellt und füllen den Funken mit den Christbäumen aus der Gemeinde”, erklärt Alexander Nußbaumer, Vorstandsmitglied der Eichele-Funkenzunft. Damit der Funken auch bei schlechtem Wetter gut brennt, wird das Schilf am unteren Ende bis zum Start trocken gelagert. Am Samstagabend beginnt um 18.45 Uhr der Fackellauf, bei dem die Kinder den großen Funken anzünden dürfen. Die Funkenhexe wurde in diesem Jahr von den Kindergartenkindern des Streueried gestaltet und am Freitagvormittag den Funkenbauern übergeben. “Unsere Naturhexe soll den Winter vertreiben. Sie trägt ein Röckchen aus Tannenzweigen, ein Halstuch aus einem Blätterkranz und ihr Kopf ist mit allem geschmückt, was die Natur aktuell bietet”, berichtet Kindergartenleiterin Julia Nothelfer. Bereits um 16 Uhr wird am Samstag bei der Feldrast der Kinderfunken entzündet. Ein beheiztes Festzelt lädt ab 14 Uhr zum Verweilen ein.

Hofstalder-Funken am Sonntag
Auch am Keckeisplatz laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Hofstalder Funkenbauer haben fünf achteckige Funkenelemente gefertigt, die nun zu einem imposanten, 25 Meter hohen Funken zusammengebaut werden. “Für das Gerüst verwenden wir Holz alter Häuser, dazwischen füllen wir Holz und Christbäume aus der Gemeinde ein”, erklärt Obmann Jonathan Bösch.

Das sechste Element bildet die traditionelle Hexe, deren Bedeutung Bösch unterstreicht: “Die Hexe ist Tradition und hat nichts mit Frauenverbrennungen zu tun.” Rund 20 Männer arbeiteten in den vergangenen Tagen am Funken. Auch hier findet ein Fackelzug statt, der um 15.30 Uhr beim vkw-Haus in der Hofsteigstraße startet. Um 16 Uhr wird der Kinderfunken angezündet, um 19 Uhr folgt der große Hauptfunken. Der Hexenkopf wird von den Männern geformt, die Kleidung von den Frauen genäht. Die Kinder vom Kindi Brändle durften in diesem Jahr die Hexe bemalen. “Wir hoffen auf trockenes Wetter, ein zahlreiches Publikum und beste Stimmung am Funkenwochenende”, freut sich Jonathan Bösch.

Für das leibliche Wohl ist mit Getränken, Würsten, Zack Zack und Funkenküchle gesorgt. Bereits am nächsten Wochenende findet ein weiteres Highlight bei der Hofstalder Funkenzunft am Keckeisplatz statt: “Am 28. Februar veranstalten wir das traditionelle Scheibenschlagen mit Live-Musik von den Rubberneckers”, freut sich Bösch. BVS





