Bühne für Legenden und Musik-Nachwuchs

Im Goaßstall von Nazes Hus finden “alte” Wälder Musikgruppen und junge Talente eine Heimat
Mellau Er ist gerade mal neun Jahre alt, besucht die dritte Klasse der Volksschule und ist schon seit Kindergartenzeiten begeisterter Akkordeonspieler: Emil Fuchs aus Au. Mit Mama Annette und Schwester Klara wartet er geduldig auf seinen Auftritt beim Après-Ski im Goaßstall von Nazes Hus – Goaßgaglbar ein wenig respektlos auf gut Wälderisch. Aber dann wird ihm das Warten zu lang, er langt nach seinem Instrument und spielt einfach am Tisch als vierter Mann beim Wälder Klang mit. Arnold Bereuter, 1990 Gründungsmitglied beim Wälder Echo, hat damit kein Problem, im Gegenteil: Er freut sich darüber, dass junge Talente den alten Hasen nacheifern. Beim Musikantentreff in der Uralp ist ihm Emil aufgefallen und als er fragte, ob er beim Après-Ski in Nazes Hus dabei sein dürfe, war Emils großer Auftritt perfekt.

Vom Echo zum Klang
Arnold Bechter ist mit dem Wälder Echo rund drei Jahrzehnte durch die Lande gezogen – bis nach Frankreich kamen sie –, doch vor einigen Jahren suchte der Auer eine neue Herausforderung und gründete den Wäldar Klang, den er kürzlich neu formierte und aktuell in der Besetzung mit dem Auer Malermeister Norbert Moosbrugger und Peter Willi aus Schoppernau zusammenspielt. Sie brachten Stimmung in die Goaßgaglbar und überließen dann Emil Fuchs die Bühne, der das Publikum nicht minder begeisterte, als er den “Großen” mit seinem Soloauftritt eine Verschnaufpause ermöglichte.

Heimspiel für “Mellobah Buobo”
Eine Woche später überraschte Albert Hager die Gäste mit einer “Nachwuchs-Band” der anderen Art: Nur als Quartett sind sie Newcomer, Musik machen sie gemeinsam seit vielen Jahren – die Brüder Thiemo und Laurin Hänsler, beides Lehrer, ihr angehender Kollege Johannes Hager, der Lehramt studiert, und Albert Jochum, Abteilungsleiter bei Doppelmayr. Eines haben sie gemein: Sie sind Musikanten beim Musikverein Mellau.

Als Albert Hager vor Weihnachten seine Goaßgaglbar eröffnete und dazu noch eine Musik suchte, taten sich Thiemo mit Gitarre, Laurin mit Bariton, Johannes mit seinem Akkordeon und Albert mit der Steirischen Harmonika zusammen und traten als Mellobah Buobo – abgeleitet vom Mellaubach – auf.

Bei ihrer Premiere konnte das Quartett überzeugen und Albert Hager konnte die vier Musikanten dazu bewegen, ihren Auftritt zu wiederholen. Und da wollten sie die Musikkollegen nicht allein lassen und unterstützen sie bei ihrem zweiten Heimspiel. Obmann Benedikt Natter war an der Spitze zahlreicher Jungmusikanten gekommen, ebenso Musikkollege Wälderhaus-Chef Thomas Übelher mit Sigrid oder Kindergartenleiterin Andrea Hänsler-Herr. Dazu gesellten sich u. a. der Lustenauer Versicherungsmakler Ekke Gehrer mit Martina, Mellaus Skischulleiter David Simma mit Katharina, Margot und Traugott Moosmann, Lothar Kündig und Ursula, Johannes Fink und Otto Hänsler, die den gelungenen Abend sehr genossen. STP
