Rungeliner Funken bereitete wieder viel Freude

Am Funkensonntag hielt das Wetter und belohnte die Mühen der Rungeliner Funkner.
Bludenz Das Prachtwetter am Funkensonntag hatte sich die Rungeliner Funkenzunft redlich verdient. Zunftmeister Michael Neyer erzählte am Sonntagnachmittag im Gespräch: “Wir haben am Freitag die Tanne gestellt. Das Wetter war überschaubar, aber zum Glück größtenteils trocken. Die ungefähr zwölf Meter hohe Tanne kam aus dem Rungeliner Wald. Die haben wir im Schnee von Hand heruntergezogen, weil es gut gegangen ist dort. Die Holzscheite wurden bis in eine Höhe von acht Metern aufeinandergeschichtet.” Darauf wurde dann die Hexe platziert.

Lydia Linher, Lehrerin an der Textil-HTL Dornbirn, kommt ursprünglich aus Feldkirch-Altenstadt und ist seit einem Jahr offizielles Mitglied der Rungeliner Funkenzunft. Im Gespräch meinte sie, sie sei davor immer mitgegangen zum Funken und habe es immer toll und lässig gefunden. Deshalb sei sie dem Verein schlussendlich beigetreten. Die Kinder seien viel mitgegangen. Zudem fände sie es toll, den Zusammenhalt in Rungelin zu haben. Es gebe auch Ausflüge. Die Kinder seien immer mit dabei. Der Umzug und das Funkenwochenende starte für sie und ihre Familie jeweils zwei Tage davor. Die unterschiedlich alten Kinder würden sich fast gegenseitig betreuen. “Wir haben viele Teenies und viele ganz junge Erwachsene. Die kümmern sich wiederum alle gemeinsam um die Kinder, so wie auch die älteren Erwachsenen. Die schaffen gemeinsam Dinge. Beim Kinderfunken bauen keine älteren Erwachsenen mit, sondern das machen die jungen Erwachsenen mit den Kindern. Alle haben einen Riesenspaß daran. Sie dürfen alle einen Hammer und einen Nagel in die Hand nehmen”, so Lydia Linher.

Nach Rungelin sei sie dank ihres Mannes gekommen. “Seit elf Jahren können wir von unserem Haus über die Funkenwiese direkt zum Funken gehen. Das ist natürlich fein, wenn Funkenwochenende ist. Dann sind wir immer mitten im Geschehen. Bevor Mama und Papa wach sind, steht eines der Kinder bereit: ‚Ich muss Funkenbauen gehen, ich hätte eigentlich schon um sechs Uhr ausgemacht gehabt!‘ Man weiß, es ist immer jemand da, auf den man sich verlassen kann. Und das fernab von jedem Handy und von jedem Computer. Die Kinder haben eine medienfreie Zeit, in der sie ganz andere Werte vermittelt bekommen als sonst.” SCO











