Radlobby-Protest gegen Kinz: “Referat ist bei ihm extrem schlecht aufgehoben”

Nach Rochade im Bregenzer Stadtrat: Radlobby warnt vor Rückschritten beim Thema Mobilität.
Bregenz Hubert Kinz (FPÖ) bekommt weiter Gegenwind. Nach seinen umstrittenen Aussagen zur NS-Erinnerungskultur im Landtag und den daraufhin laut gewordenen Rücktrittsforderungen von Grünen, SPÖ, Neos sowie namhaften Historikern in Bezug auf sein Amt als Landtagsvizepräsident geht nun auch die Radlobby auf die Barrikaden. Anlass dafür ist die jüngste Ressortrochade im Bregenzer Stadtrat.

Wie berichtet, wurde Kinz „auf Anregung der Offenen Jugendarbeit“ das Jugendressort entzogen. Stattdessen verantwortet er künftig die Mobilitätsagenden. In einem offenen Brief an Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) kritisiert die Radlobby: „Unserer Meinung nach schadet Ihre Entscheidung dem Anliegen einer umwelt- und klimabewussten Mobilität in Bregenz und Umgebung und damit auch Ihren ehrgeizigen Projekten. Sie demotivieren mit Ihrem Schritt auch die extrem engagierten MitarbeiterInnen des Referats Mobilität.“ Dass den FPÖ-Stadtrat das Thema Mobilität „in keinster Weise“ interessiere und das zuständige Referat bei ihm „extrem schlecht“ aufgehoben ist, zeige nicht zuletzt seine Reaktion auf eine Umfrage der Radlobby unter allen Bregenzer Parteien vor einem Jahr. Außer der FPÖ hätten alle die Fragen seriös und umfangreich beantwortet.

Gernot Kiermayr, Sprecher der Radlobby Bregenz, wird noch deutlicher: „Wie Michael Ritsch ernsthaft auf die Idee kommen kann, Hubert Kinz wäre ein guter Mobilitätsstadtrat, ist für mich wirklich nicht nachvollziehbar. Er wird alles behindern, was auch nur in irgendeiner Form auf alternative Mobilität hinausläuft. Sein einziger Begriff von Mobilität ist: Man fährt mit dem Auto“, sagt er gegenüber den VN.