Dornbirner Jugend bringt sich ein

Schülerfachtagung 2026 setzt Impulse für Dornbirn.
Dornbirn Vergangene Woche wurde das Dornbirner Kulturhaus zum Treffpunkt von 110 Schülerinnen und Schülern aller Schultypen der Stadt. Die Schülerfachtagung 2026 stellte Themen in den Mittelpunkt, die den Alltag junger Menschen unmittelbar betreffen – den Umgang mit digitalen Medien, Fragen der mentalen Gesundheit sowie die künftige Entwicklung der Innenstadt. Ziel war es, Informationskompetenz und politische Bildung nicht abstrakt zu diskutieren, sondern konkret erfahrbar zu machen.

Praxisnahe Workshops
Im Workshop zu sozialen Medien setzten sich die Jugendlichen mit ihren eigenen digitalen Gewohnheiten auseinander. Anhand praxisnaher Beispiele wurde analysiert, wie Plattformen funktionieren, welche Mechanismen hinter Reichweite und Algorithmen stehen und welche Auswirkungen das Teilen von Inhalten haben kann. Neben Chancen wie Vernetzung und Information wurden auch Risiken thematisiert, etwa der Umgang mit persönlichen Daten oder problematische Kommunikation im Netz. Ein zusätzlicher Input widmete sich dem “Recht am eigenen Bild”. Im Fokus stand dabei die Frage, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne im digitalen Raum trägt.

Strategien gegen Stress
Ein zweiter Workshop stand unter dem Titel “Stress im Griff”. Hier ging es um konkrete Strategien für den Schulalltag. Leistungsdruck, volle Terminkalender und ständige Erreichbarkeit wurden als zentrale Belastungsfaktoren benannt. Die Referentinnen zeigten Möglichkeiten auf, Prioritäten zu setzen, Pausen bewusst einzuplanen und auf ausreichend Schlaf, Bewegung und Ernährung zu achten. Ergänzend wurden Methoden wie Achtsamkeitsübungen und Resilienzstrategien vorgestellt. Neben fachlichem Input blieb Zeit für Austausch und Selbstreflexion. Ziel war es, den Jugendlichen Werkzeuge für einen nachhaltigen Umgang mit Belastungen mitzugeben.

Blick auf die Innenstadt
Einen direkten Bezug zur Stadt Dornbirn hatte der Workshop zur Stadtentwicklung. Projektleiter Philipp Bechter stellte den “Masterplan Innenstadt” vor, das strategische Konzept zur Weiterentwicklung des Zentrums. Darin geht es um Aufenthaltsqualität, Klimaanpassung, Mobilität und wirtschaftliche Perspektiven. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten Vorschläge, formulierten eigene Anliegen und brachten ihre Sicht auf öffentliche Räume ein. “Der Austausch zeigte, dass Jugendliche konkrete Vorstellungen davon haben, wie sich ihre Stadt verändern soll – von mehr Grünflächen bis zu attraktiven Treffpunkten”, erklärte Philipp Bechter.

Bürgermeister Markus Fäßler betonte in seinem Statement die Bedeutung von Informations- und Demokratiebildung für eine funktionierende Gesellschaft. Und Jugendstadtrat Gebhard Kröss verwies darauf, dass Beteiligung auf Augenhöhe ein wesentliches Element lebendiger Demokratie sei. Die Tagung wurde vom Organisationsteam rund um Jugendkoordinator Elmar Luger, Kerstin Lubetz, Silvia Uzundal und Elias Schneider vorbereitet, unterstützt von Fachreferentinnen und -referenten aus unterschiedlichen Einrichtungen. cth












