Begegnung beim Fastenbrechen

Mitglieder der Pfarre Rohrbach folgten der Einladung der ATIB-Moschee in Dornbirn.
Dornbirn Nach dem interreligiösen Treffen zum Beginn der Fastenzeit in der Pfarre Rohrbach folgte nun der Gegenbesuch. Rund 15 Mitglieder der Pfarre St. Christoph nahmen auf Einladung des ATIB-Moscheevereins am gemeinsamen Fastenbrechen in der Dornbirner Moschee teil.

Die Gäste wurden dabei herzlich empfangen. Zu Beginn erhielten die Besucher aus der Pfarre eine Führung durch das Gebäude und Einblicke in die Räumlichkeiten der Moschee. Dabei bestand bereits Gelegenheit für erste Gespräche und Fragen rund um den muslimischen Glauben und das religiöse Leben während des Ramadan.

Im Anschluss kamen die Teilnehmer zum gemeinsamen Abendessen zusammen, das traditionell nach Sonnenuntergang das Fastenbrechen markiert. Für viele der Gäste aus der Pfarre war dies eine neue Erfahrung. Um den Austausch zu fördern, wurde bewusst auf eine gemischte Sitzordnung geachtet. An jedem Tisch saßen vier Besucher aus der Pfarre Rohrbach gemeinsam mit zwei Mitgliedern der Moscheegemeinde.
So entwickelte sich ein lebendiger Austausch. Fragen konnten offen gestellt werden, persönliche Erfahrungen wurden geteilt und Gemeinsamkeiten entdeckt. “Es war eine sehr herzliche Atmosphäre”, berichtet Pastoralamtsleiter Alfons Meindl rückblickend. “Wir haben uns sehr über die gelebte Gastfreundschaft der Gastgeber gefreut”, so Meindl.
Nach dem Essen erlebten die Besucher auch das gemeinsame Abendgebet der muslimischen Gemeinde mit. Dieses dauerte rund 15 Minuten und bot den Gästen einen unmittelbaren Einblick in die religiöse Praxis während des Ramadan.
Für Meindl ist die Begegnung ein wichtiger Schritt im interreligiösen Dialog. Schon beim ersten Treffen in der Pfarre sei deutlich geworden, wie groß das gegenseitige Interesse ist. “Solche Begegnungen helfen, einander besser zu verstehen und Vorurteile abzubauen”, betont er.
Fortsetzung geplant
Der Wunsch beider Seiten sei es daher, den Austausch fortzusetzen. “Es wäre schön, wenn es nicht bei diesen zwei herzlichen Besuchen bleibt”, so Meindl. Vielmehr wolle man auch künftig Möglichkeiten schaffen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Begegnung zwischen den Religionsgemeinschaften weiter zu pflegen. cth