VfB Hohenems startet mit großen Zielen ins Westliga-Frühjahr

Regionalliga / 11.03.2026 • 10:00 Uhr
Das Fazit von Hohenems Trainer Werner Grabherr fällt grundsätzlich positiv aus.KNOBEL
Das Fazit von Hohenems Trainer Werner Grabherr fällt grundsätzlich positiv aus.thomas Knobel

Trainer Werner Grabherr zieht positive Bilanz, fordert jedoch mehr Konstanz.

Hohenems Seit knapp eineinhalb Jahren steht Werner Grabherr an der Seitenlinie des VfB Hohenems. Der Trainer zieht vor dem Auftakt eine insgesamt positive Zwischenbilanz. “Wir haben viel erlebt, aber grundsätzlich ist es ein positives Fazit”, sagt Grabherr. Man habe Strukturen verändert, gezielt einen Umbruch eingeleitet und mit einer sehr jungen Mannschaft einen neuen Weg eingeschlagen. Dass die vergangene Saison mit Rang vier abgeschlossen wurde, sei in dieser Form nicht zu erwarten gewesen, entsprechend ambitioniert sei man auch in die laufende Spielzeit gegangen. Zum Saisonende soll ein möglicher Top-fünf-Rang stehen.

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Die Wintervorbereitung nutzte der VfB intensiv. Neben dem physischen Aufbau, der die Grundlage für die kommenden Monate bilden soll, wurde viel individuell gearbeitet. “Es geht nicht so, dass man in drei Monaten nichts entwickeln kann”, betont Grabherr. In den vergangenen Wochen rückte wieder verstärkt das mannschaftliche Gefüge in den Mittelpunkt, denn im Frühjahr warten mit Liga und Cup knapp 20 Pflichtspiele in nur drei Monaten. Eine enorme Belastung, die mehr Breite im Kader erfordert.

Hier kann Hohenems nun zulegen. Kapitän Tim Wolfgang ist zurück, ebenso Mert Can Ünal. Zudem rückt mit dem erst 16-jährigen Paolo Soranzo ein Eigengewächs aus dem Nachwuchs näher an die Kampfmannschaft heran. “Die drei Spieler tun uns gut und machen den Kader breiter”, sagt Grabherr. Soranzo habe in der Vorbereitung bereits seine Qualitäten angedeutet, müsse aber behutsam an den Erwachsenenfußball herangeführt werden.

Mammutprogramm wartet auf die Grabherr-Truppe im Frühjahr.KNOBEL
Mammutprogramm wartet auf die Grabherr-Truppe im Frühjahr.KNOBEL

Der Herbst war in Hohenems von Verletzungsproblemen geprägt, oft nach unglücklichen Zusammenstößen. Bei einem schmalen Kader machte sich das besonders bemerkbar. Nun sind mehrere Spieler auf dem Weg zurück, auch wenn noch nicht alle bei hundert Prozent sind. Grabherr rechnet damit, dass seine Mannschaft bis April voll konkurrenzfähig sein wird.

Sportlich formuliert der Trainer klare Ziele. “Wir müssen öfter an unser Maximum kommen”, sagt er selbstkritisch mit Blick auf den Herbst. Der Rückstand auf die Top fünf beträgt nur sechs Punkte, ein einstelliger Tabellenplatz bleibt das erklärte Ziel. Im Cup will man weit kommen, ein Finale in Hohenems wäre ein Traum. Zum Rückrundenstart empfängt VfB Imst. VN-TK