Gegen Sturm II: Austria Lustenau müht sich zu Pflichtsieg

Bei Sturm II tut sich Austria Lustenau schwer. Ein Standard beschert den Gästen wichtige drei Punkte.
Gleisdorf Trainer Markus Mader machte vor der Auswärtspartie bei Sturm II klar: Will man um den Meistertitel spielen, muss ein Sieg her. Wenngleich mit viel Mühe, gelingt es der Austria, den Anschluss an die Tabellenspitze zu wahren. In Gleisdorf gibt es einen knappen 1:0-Sieg.
Mader hatte Veränderungen in der Startelf angekündigt, drei waren es. William Rodrigues, Seydou Diarra und Ibrahim Ouattara rutschten aus der ersten Elf, Lukas Ibertsberger, Nico Gorzel und Mario Vucenovic rückten für sie nach.
Von Beginn weg war das Spiel ein hektisches, auf dem kleinen Platz in Gleisdorf gehörte die Anfangsphase den Gastgebern von Sturm II. Die Youngster wirkten zunächst etwas wacher und bissiger, gerade die linke Lustenauer Abwehrseite um Robin Voisine und Ibertsberger wurde in den Anfangsminuten in gleich mehreren Situationen am falschen Fuß erwischt. Glück hatte die Austria in der 21. Spielminute, als die Pfeife von Schiedsrichter Divkovic stumm blieb – Kapitän Matthias Maak hatte in einem Zweikampf gegen Sturm-II-Angreifer Daniel Sumbu im Strafraum grenzwertig mit den Armen gearbeitet.

Den mitgereisten Lustenauer Fans bot sich in und um den provisorischen Gästesektor – eine gut fünf Meter breite Stahlrohrtribüne auf Höhe der Eckfahne – ein recht rustikales Spiel, passend dazu pflügte ein Bauer hinter der Anlage sein Feld. Die Offensivbemühungen in Hälfte eins reduzierten sich weitestgehend auf weit in die Spitze geschlagene hohe Bälle, aus denen nicht allzu viel resultierte. Die beste Möglichkeit – ein Freistoß von Ibertsberger – wurde von Sturm-II-Goalie Nils Donat entschärft (30.), nach der folgenden Ecke verfehlte Jack Lahne per Hacke (31.). Auf der Gegenseite verpasste Sumbu nach einem Konter einen möglichen Kopfball nur um Zentimeter (42.).
Entscheidender Kopfball von Wade
Auch die erste Möglichkeit in der zweiten Hälfte gehörte Sturm II. Barne Pernot nahm aus gut 30 Metern Maß, der Ball drehte sich immer weiter nach außen – und klatschte gegen den Pfosten (49.).
Es war ein weiteres Warnsignal an die Lustenauer: So wird das heute nichts. Das Spiel wurde weiter hart, mitunter ruppig, geführt. Für den blass gebliebenen Vucenovic und Asumah Abubakar brachte Mader in Minute 56 Lenn Jastremski und Ibrahim Ouattara, in der 61. Spielminute fiel die Lustenauer Führung. Ein Freistoß aus dem Halbfeld von Sacha Delaye fand den großgewachsenen Mame Wade am Fünfereck, der setzte den Ball per Kopfball unhaltbar zum 0:1 ins Eck. In Minute 85 brannte es noch einmal kurz im Lustenauer Strafraum, Sumbu brachte den Ball aus kurzer Distanz aber nicht aufs Tor. Ein Abschluss von Au Yeong verpasste das lange Eck in Minute 87. Die Austria rettete das 1:0 über die Zeit – wenngleich auch äußerst glanzlos.

Während Lustenau mit dem Pflichtsieg zumindest vorübergehend auf Platz drei und einen Punkt hinter Spitzenreiter Admira Wacker liegt, bleibt Sturm II weiterhin mit drei Punkten Vorsprung auf SW Bregenz auf dem vorletzten Platz der Tabelle.
ADMiraL 2. Liga,
SK Sturm Graz II – SC Austria Lustenau 0:1 (0:0)
Gleisdorf, Solarstadion; 183 Zuschauer; SR Davor Divkovic
Torfolge: 61. 0:1 Mame Wade
Gelbe Karten: 4. Maierhofer, 29. Mustafic, 61. Bendra bzw. 10. Voisine, 33. Gmeiner, 59. Ibertsberger, 82. Jastremski
SC Austria Lustenau (4-2-1-3): Schierl – Gmeiner, Maak, Voisine, Ibertsberger – Gorzel (79. Bouchenna), Delaye – Wade (69. William) – Lahne (79. Au Yeong), Vucenovic (56. Jastremski), Abubakar (56. Ouattara)