Mit Diplomarbeiten praktischen Nutzen stiften

In den Bezauer Wirtschaftsschulen belohnte die Jury besonders den Aspekt Nachhaltigkeit.
Bezau Jurymitglied Andreas Kappaurer, Ex-Chef der Bildungsdirektion, zuvor langjähriger Lehrer und Direktor in Bezau, brachte es in seinem Statement auf den Punkt: Diplomarbeiten sollen Nutzen stiften. Soll heißen, die aufgegriffenen Themen dürfen nach Benotung und Präsentation nicht im Archiv verschwinden, sondern “im Gespräch” bleiben.

Markttauglich und ausbaufähig
Mit den Projekten wurde ein breites Spektrum von Themen aufgetan – von markttauglichen und bei Testverkäufen “erprobten” Produkten bis zu Arbeiten, die sich mit der digitalen Welt auseinandersetzen, reichte in der Aula der Schule das “Angebot” an die Jury und das zahlreiche Publikum.

Für die Jury (Carmen Oberhauser, GF Hotel am See in Hard, Dorothea Schertler, ORF, Christoph Winder, Vorstand Haberkorn Gruppe, Bernd Kramer, MAN Truck und Andreas Kappaurer) waren die Arbeiten in drei Themengruppen gegliedert: Gesundheit, Ernährung und Lifestyle, Lernen, Schule und persönliche Entwicklung sowie Digitale Gesellschaft und Medien.

Jury herausgefordert
Diese Themenvielfalt stellte die Jury vor eine knifflige Herausforderung, wie deren Sprecher Christoph Winder in seinem Statement einräumte. Wie die Arbeit über ein markttaugliches Produkt mit der Frage, wie tickt die Generation Z, zu vergleichen ist, führte im fünfköpfigen Gremium zu einer engagierten Diskussion, ehe die Siegerlisten für HAK und HLT feststanden.

Wie tickt die Generation Z?
Für die Handelsakademie entschied sich die Jury am Ende für das brisante Gesellschaftsthema “Wie tickt die Generation Z?” Gemeinsam mit den Raiffeisenbanken der Talschaft machten sich Lena Bereuter und Alina Dorner Gedanken darüber, wie man im Umgang mit jugendlichen Bankkunden mehr Verständnis aufbringen kann und soll.

Auf den zweiten HAK-Platz reihte die Jury das Projekt Funglow, mit dem Janina Feurstein und Lena-Maria Kaufmann gemeinsam mit Ingo Metzler und der Apothekerin Evelyn Braun den Pilz Hericium erinaceus, der in der fernöstlichen Medizin eine große Rolle spielt, auch bei uns bekannt machen wollen. Wie der Igelstachelbart – so die gebräuchliche Bezeichnung des Pilzes – den menschlichen Körper innen und außen unterstützen kann, war die spannende Frage, die die beiden eingehend und markttauglich beantworteten. Das Publikum reihte diese Arbeit zudem ex aequo mit dem Nachhilfekonzept von Verena Nardin und Sultan Simsek an erste Stelle.

Das Stockerl komplettierten Tülin Kaya, Seyma Sentürk und Lisa Sutterlüty mit ihrem Podcast Klassenzimmer on air.
Leckere Projekte der Touristiker
Bei den Präsentationen der HLT lief der Jury das Wasser im Mund zusammen, denn die Schülerinnen und Schüler ergänzten ihre Vorträge mit Kostproben. In Summe hinterließ das Paket von Ella Marie Dür, Eva Madlener und Annika Steurer den stärksten Eindruck. Brainola – das Superfood-Frühstück – wurde auf Platz eins gereiht. “Superfood Hanf – Vom Tabu zum proteinreichen Grundnahrungsmittel” brachte Leonie Monsorno und Tamara Moosbrugger den zweiten Platz vor der Sauren Biene, mit der Helena Albrecht und Florian Bereuter Honigwein aus Wälder Zutaten und mit Rhabarber verfeinert schmackhaft machten.

Moderation und Publikum
Sozusagen “außer Konkurrenz” hätte sich auch das Moderatorenteam Anja Hirschfeld und Fabian Stauss einen Preis verdient. Das Publikum stimmte mit der Jury nur zum Teil überein und hatte auch einen anderen Favoriten. STP

