Vorarlbergs stille Helden – Jury wählt Pflegepersonen, die Großes leisten

VN / 24.03.2026 • 15:56 Uhr
Vorarlbergs stille Helden – Jury wählt Pflegepersonen, die Großes leisten
Die Jury (v.l.n.r.): Bernd Schelling, Petra Ilg, Martina Baumgartl, Marlies Mohr, Sabine Wittmann und Gabriele Graf. Roland Paulitsch

Der Vorarlberger Pflegeaward 2026 rückt Pflegepersonen mit besonderem Engagement in den Fokus.

Schwarzach Pflegepersonen sind eine tragende Säule der Gesellschaft, stehen aber meist im Hintergrund. Der Vorarlberger Pflegeaward ändert das, indem er Licht auf diese stillen Helfer wirft: auf Pflegepersonen, die sich Zeit zum Zuhören nehmen, Hoffnung und Würde vermitteln und es trotz schwieriger Situationen schaffen, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Pflegepersonen, die ihre Arbeit mit ganzem Herzen ausüben und denen das Wohl der ihnen anvertrauten Menschen wirklich am Herzen liegt. In den Nominierungen werden sie teilweise nicht nur als Pfleger, sondern auch als Seelsorger und Lebensretter bezeichnet.

Vorarlbergs stille Helden – Jury wählt Pflegepersonen, die Großes leisten
Die sechs Jurymitglieder bei der Jurysitzung am Dienstag. Roland Paulitsch

Die Qual der Wahl

Der Pflegeaward ist eine Initiative der Vorarlberger Nachrichten in Kooperation mit der Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsgesellschaft sowie der Arbeiterkammer Vorarlberg. Wie bereits im vergangenen Jahr, als der Award erstmals vergeben wurde, sind erneut mehrere Hundert Nominierungen eingegangen – etwa von Angehörigen, Kollegen oder Patienten, die der Meinung sind, dass diese Menschen eine öffentliche Anerkennung verdienen.

„Wenn die Nominierungen direkt von den Pflegebedürftigen kommen, finde ich das besonders schön“, sagt Petra Ilg von „Connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege“, die Teil der Jury ist. Teilweise sind die Einreichungen mehrere Seiten lang und mit unzähligen wertschätzenden Worten versehen. Einige Pflegepersonen erhielten sogar mehrere von verschiedenen Personen. Aber auch einzelne Nominierungen können eine besonders starke Wirkung haben.

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Petra Ilg von „Connexia – Gesellschaft für Gesundheit und Pflege“ bei der Jurysitzung.Roland Paulitsch

Insgesamt sechs Jurymitglieder trafen sich am Dienstag bei Russmedia, um die Preisträger festzulegen. Es gibt vier Kategorien, in denen jeweils drei Personen ausgezeichnet werden: „Krankenhaus“, „Pflegeheim“, „Mobiler Hilfsdienst und Hauskrankenpflege“ sowie „Pflegende Angehörige und Betreuung daheim“. „Die letzte Kategorie hat meiner Meinung nach den größten Respekt verdient, weil die Personen für ihre Tätigkeit nicht bezahlt werden“, sagt Bernd Schelling, Pflegedirektor am Landeskrankenhaus Feldkirch und ebenfalls Jurymitglied. „Diese Menschen sind am wenigsten sichtbar und tragen die Betreuungspflicht rund um die Uhr“, fügt Ilg hinzu.

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Bernd Schelling und Martina Baumgartl, Pflegedirektoren von Vorarlberger Landeskrankenhäusern, bei der Jurysitzung.Roland Paulitsch

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Zusätzlich gibt es die Sonderkategorie „Pflegeteam“. Denn oftmals ist Pflege keine Einzelleistung, sondern entsteht im Zusammenspiel vieler Beteiligter. Ein gutes Miteinander ist dabei entscheidend für die Qualität der Betreuung. „Weil in dieser Kategorie nur ein Team ausgewählt wird, fiel uns diese Entscheidung am schwersten“, schildert Marlies Mohr, Redakteurin bei den Vorarlberger Nachrichten, die ebenfalls Teil der Jury ist.

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VN-Redakteurin Marlies Mohr ist eine der sechs Jurymitglieder.Roland Paulitsch

Die weiteren Jurymitglieder sind Martina Baumgartl, Pflegedirektorin der Landeskrankenhäuser Bregenz und Hohenems sowie Sabine Wittmann und Gabriele Graf von der Arbeiterkammer Vorarlberg. Am 11. Mai, einen Tag vor dem „Internationalen Tag der Pflegenden“, werden im Rahmen einer feierlichen Ehrung die Preisträger bekanntgegeben.

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Gabriele Graf und Sabine Wittmann von der Arbeiterkammer Vorarlberg in der Jurysitzung.Roland Paulitsch

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