So hielt der Wintereinbruch die Dornbirner Straßenmeisterei auf Trab

Mit 15 Räumfahrzeugen und 36 Mann begegnet Vorarlbergs größte Stadt dem massiven Wintereinbruch.
Dornbirn Flockenwirbel, Schnee, Gatsch, Schneeräumer: Dornbirn am 26. März am Vormittag. Der angekündigte massive Schneefall hält Vorarlbergs größte Stadt in Atem. Eifrig schieben Radlader, Pflüge und Traktoren den nassen Schnee an den Straßenrand, begleitet von Männern mit Schneeschiebern, die Ausfahrten freischaufeln.
In der Kehlerstraße sind Hans, Ronald, Willi und Fabio mit Gerät im Einsatz. Die Arbeit ist vor allem für die Schneeschaufler anstrengend. “Der Schnee ist so nass und schwer. Da musst du schon kräftig zulangen”, meint Fabio während einer kurzen Verschnaufpause. Das Quartett ist seit sieben Uhr ohne Unterlass im Einsatz.

Eintauchen in tiefsten Winter
Der Weg ins Gütle hinein wird dann endgültig zum Eintauchen in eine tiefwinterliche Landschaft. Immer wieder setzt sich der Schnee auf der Straße fest. Am Endpunkt beim Parkplatz mit den daneben liegenden Gebäuden hat die Schneedecke bereits eine Höhe von knapp zehn Zentimetern. Vor dem Krippenmuseum bestaunen drei anwesende Männer die Szenerie. “Gestern bin ich noch mit dem Motorrad herumgefahren”, sagt Kurt aus Lustenau, während er sein Auto freischaufelt.

Eine Dame wühlt sich indes von der Stadt kommend durch den Schnee zum Parkplatz. Es ist eine Lehrerin der VS Gütle. An ihr Ziel kommt sie nicht. Die Verhältnisse lassen es nicht zu.
Seit fünf Uhr früh im Einsatz
Im Gütle angekommen ist mittlerweile auch Hubert Dreher, Chef der Straßenmeisterei Dornbirn. Hinter ihm lenkt Mitarbeiter Martin Sutter ein stattliches Räumfahrzeug mit riesiger Schneeschaufel durch die Schneefahrbahn. “Ich bin seit fünf Uhr früh mit Schneeräumen beschäftigt”, berichtet Sutter. Er erzählt von vielen Bürgern, die froh waren, dass der Winterdienst so gut funktioniert. “Einige andere schimpften, weil wir Schnee nahe ihrer Häuser deponieren mussten. Aber das lässt sich leider nicht immer verhindern.”

Gut vorbereitet
Ein großer Lkw bleibt einige Meter vor dem Rolls-Royce-Museumsgebäude stehen. Offensichtlich überlegt der Fahrer, ob er mit seinem Schwerfahrzeug bis zum Parkplatz kommt. Zwei Fahrzeuge, die zurückwollen, aber nicht am Lkw vorbeikommen würden, müssen warten. Endlich fährt der Mann sein großes Fahrzeug zur Seite und macht den Weg frei.

Hubert Dreher beobachtet alles mit großer Gelassenheit. “Wir wussten ja, dass es einen Wintereinbruch geben würde und waren mit Mann und Material auf die Situation eingestellt. Es funktioniert ja jetzt auch alles gut”, kommentiert er die Geschehnisse. Vom steckengebliebenen Lkw nahe des Gasthauses Engel an der Bödele-Straße hat er gehört. “Nur ist das halt eine Landesstraße.”