Auf der Matte zu Hause

VN / 27.03.2026 • 01:07 Uhr
Auf der Matte zu Hause

Ein junger Ringer aus dem Vorderland spricht über Ziele, Alltag und Olympia.

Zwischenwasser Paul Maier aus Dafins zählt zu den vielversprechenden Nachwuchsringern im Vorderland. Der 20-Jährige hat seine Lehre parallel zum intensiven Training erfolgreich abgeschlossen und richtet seinen Fokus nun ganz auf den Sport. Im Interview spricht er über seine Anfänge, prägende Erfahrungen und den Traum von Olympia.

Wie sind Sie eigentlich zum Ringsport gekommen – und was hat Sie von Anfang an daran begeistert?

Paul Maier: Mein Vater war selbst ein erfolgreicher Ringer, dadurch bin ich schon früh mit dem Sport in Berührung gekommen. Besonders der Spaß im Training und das direkte Kräftemessen auf der Matte haben mich von Anfang an begeistert.

Sie haben Ihre Lehre als Metzger im Modell „Nachwuchsspitzensport und Lehre“ gemacht. Wie gut haben sich damit Training, Wettkämpfe und Ausbildung vereinbaren lassen?

Paul Maier: Das war für mich eine sehr gute Möglichkeit, Leistungssport und Ausbildung zu verbinden. Es war eine vielseitige Zeit, in der ich mich neben der Lehre optimal auf Wettkämpfe vorbereiten konnte. Besonders wertvoll war, dass ich mehr Zeit fürs Training hatte und sogar drei Mal pro Woche auch vormittags trainieren konnte.

Wie wichtig ist Ihnen diese berufliche Basis neben dem Sport?

Paul Maier: Der Ringsport stand für mich immer im Vordergrund. Trotzdem war es mir wichtig, eine Lehre abzuschließen, um auch nach meiner Karriere in einem Beruf arbeiten zu können, der mir gefällt.

Auf der Matte zu Hause

Wenn Sie auf Ihre bisherige Karriere schauen: Welcher Erfolg oder welcher Moment im Ringsport bedeutet Ihnen besonders viel?

Paul Maier: Der fünfte Platz bei der U20-Europameisterschaft 2025 in Caorle ist für mich ein ganz besonderer Erfolg.

Der Ringsport hat mit dem KSK eine lange Tradition im Vorderland. Welche Rolle spielt der Verein für Ihre sportliche Entwicklung?

Paul Maier: Der KSK war schon in jungen Jahren wie ein zweites Zuhause für mich. Ich habe dort viele Freunde gefunden und über die Jahre ist ein starker Zusammenhalt entstanden – fast wie in einer Familie. Der Verein spielt für mich eine sehr große Rolle und ich freue mich immer, auch national für den KSK im Einsatz zu sein.

Auf der Matte zu Hause

Ab Herbst möchten Sie zum Sportheer gehen. Was versprechen Sie sich davon für Ihre sportliche Entwicklung?

Paul Maier: Das ist für mich die beste Möglichkeit, den Sport professionell zu betreiben. Ich kann mich voll darauf konzentrieren und an Trainingslagern weltweit teilnehmen, ohne auf Urlaubstage angewiesen zu sein, wie man es von einer normalen Arbeitsstelle kennt.

Welche Ziele haben Sie für die nächsten Jahre?

Paul Maier: Kurzfristig möchte ich noch in diesem Jahr bei der U20-Europameisterschaft und Weltmeisterschaft eine Medaille holen. Außerdem ist es mein Ziel, Staatsmeister bei den Männern zu werden. Mein größter Traum ist aber die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2032 in Brisbane.

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