Räumliche Weichenstellung für Übersaxen

Der räumliche Entwicklungsplan wurde einstimmig beschlossen.
Übersaxen Vor kurzem wurde in der Gemeindevertretung Übersaxen der Räumliche Entwicklungsplan einstimmig beschlossen. Diesem ging ein rund dreijähriger Prozess voraus, bei dem eine Arbeitsgruppe sowie die Bevölkerung eingebunden waren und Wünsche sowie Ideen einbringen konnten. „Wir hatten bereits in der Vergangenheit einen sehr kompakten Ortskern und ein tragfähiges REK und einen intakten Bebauungsplan. Beide waren eine solide Basis für die Ausarbeitung des Räumlichen Entwicklungsplans“, so Bürgermeister Manfred Vogt.
Der neue Plan bildet nun die Grundlage für die zukünftige räumliche Entwicklung der Gemeinde und schafft klare Leitlinien für eine nachhaltige und qualitätsvolle Ortsgestaltung. Dabei geht es nicht nur um bauliche Maßnahmen, sondern auch um die langfristige Sicherung der Lebensqualität im Dorf.
Geplante Zentrumsentwicklung
Unter anderem wird im Dorfkern auf den Erhalt der baulichen Dichte und Nutzungsmischung geachtet. Zudem legt die Gemeinde Wert auf eine qualitätsvolle Nachverdichtung und die Weiterentwicklung der Nutzungsvielfalt. Ziel ist es, bestehende Strukturen zu stärken und gleichzeitig Raum für neue Ideen und Nutzungen zu schaffen.
Insbesondere im Dreieck zwischen Kirche, Konsum und Dorfhaus gibt es bereits erste Ansätze für eine langfristige Zentrumsentwicklung. Dieser Bereich soll künftig noch stärker als lebendiger Mittelpunkt des Dorfes fungieren. Als ersten Schritt hat die Gemeinde das Bankgebäude der Raiffeisenbank am Dorfplatz erworben, um so neue Möglichkeiten für eine nachhaltige Zentrumsentwicklung zu haben.
Für die Finanzierung des Ankaufs trotz angespannter Gemeindefinanzen hat die Gemeinde im Gegenzug das gemeindeeigene Grundstück „Sägaplatz“ an die Alpenländische Gemeinnützige Wohnbau GmbH verkauft. Auf diesem Areal ist in absehbarer Zeit die Umsetzung eines Wohnprojekts geplant, das einen wichtigen Beitrag zur Wohnraumentwicklung in Übersaxen leisten soll. Bürgermeister Manfred Vogt betont: „Sowohl der Ankauf als auch der Verkauf sind als Gesamtpaket zu sehen, das finanzielle Verantwortung mit zukunftsorientierter Entwicklung verbindet.“
Der Beschluss über diese Maßnahmen wurde ebenfalls einstimmig gefasst und unterstreicht den breiten Rückhalt für die eingeschlagene Richtung. Damit bekennt sich die Gemeinde klar zu einer vorausschauenden Standort- und Entwicklungspolitik. Derzeit ist ein Teil des Bankgebäudes als Wohnraum vermietet, ein Teil steht leer. Wie dieser bis zur Umsetzung der geplanten Zentrumsentwicklung genutzt werden soll, ist aktuell noch offen.