Rekord-Marke

Skoda hat 2025 Top-Verkäufe erzielt. Im heurigen Jahr soll der Erfolg fortgesetzt werden.
Schwarzach Skoda. 2025 konnten die Tschechen in Österreich bei den Neuzulassungen erstmals die die 30-Tausender-Grenze knacken – genau 30.086 Fahrzeuge und damit die Nummer zwei im Marken-Ranking nach Konzern-Schwester VW waren es im vergangenen Jahr. Europaweit lief es ähnlich gut: Mit über einer dreiviertel Million ausgelieferter Fahrzeuge setzte sich Skoda hier hinter VW und Toyota auf Platz drei. Den Lorbeerkranz für das hierzulande meistverkaufte Modell ging ebenfalls nach Mlada Boleslav: Der Octavia erfreute sich zum insgesamt fünften Mal der größten Beliebtheit, was nicht zuletzt dem hohen Flottenanteil an den Verkäufen zu verdanken ist, der wiederrum auf den hier weiterhin ungebrochen nachgefragten Diesel-Motoren beruht. Der aktuelle Octavia ist mit mittlerweile sieben Baujahren bereits gut gereift, die Ablöse wird wohl im kommenden Jahr erfolgen. Hier darf Entwarnung für alle gegeben werden, die befürchteten, es würde eventuell kein „echter“ Nachfolger sein: Der nächste Octavia wird weiterhin mit Benzin- und Dieselmotoren an den Start gehen, zusätzliche Hybrid-Varianten sind ebenfalls wahrscheinlich.
Bei den Antrieben, denen somit vielleicht, vielleicht aber auch nicht die Zukunft gehört, konnte Skoda ebenfalls punkten: Bei den Stromern landeten Elroq und Enyaq auf Platz zwei und drei der Zulassungsstatistik. Tesla konnte den Spitzenrang mit dem Model Y hier trotz herber Einbrüche noch halten, wird diesen aber heuer wohl an Elroq abgeben müssen. Der Kompakte wird erst ab Frühjahr 2025 angeboten und landete dennoch nur knapp hinter dem US-Konkurrenten.
2026 wird Skoda auch andere Segmente erstmals mit E-Modellen besetzen. Der Epiq mit 4,17 Metern Länge ist die Tschechen-Variante des ebenfalls heuer startenden VW ID.Cross. Der Epiq wird ab Juni mit 210 PS, 52 kWh-Akku und rund 430 Kilometern Reichweite bestellbar sein, im November rücken dann Basis- und mittlere Motorisierung mit 115 und 135 PS nach, das Einsteigermodell soll rund 310 Kilometer Reichweite bieten. Preise wurde noch nicht genannt, Skoda plant aber, sie ungefähr auf Niveau eines gleich starken und ähnlich ausgestatteten Benziners zu halten, was hier etwa ab 27.000 Euro abzüglich zu erwartender Markteinführungs-Boni bedeuten würde.
Auch am oberen Ende der Elektro-Palette legt die tschechische VW-Tochter 2026 nach. Der Peaq wird mit rund 4,9 Metern Länge und 1,7 Metern Höhe als bisher größtes Modell der Marke ab Mitte des Jahres bestellbar sein. Die Linie erinnert eher an einen Kombi-Crossover, denn an ein Full Size-SUV, für den Innenraum sind Varianten mit fünf und sieben Sitzen vorgesehen, dazu so etwas wie ein Raumwunder an Kofferraum mit bis zu 935 Litern Basis-Volumen. Mit Akkus zu 58 und 86 kWh werden Leistungsstufen von 204, 286 und 299 PS geboten, Letztere mit Allrad-Antrieb kombiniert. Auch hier sollen die Preise in etwa denen eines vergleichbaren Skoda Kodiaq entsprechen und dürften damit bei rund 65.000 Euro beginnen, zur Markteinführung wird es voraussichtlich ebenfalls Nachlässe geben.

