Neuer Bikepark bringt Action in ehemalige Eishockey-Arena

VN / 31.03.2026 • 16:02 Uhr
Obmann Tobias Rusch zeigt die Pläne des Bike-Parks in der Arena Alberschwende
Obmann Tobias Sutterlüty zeigt die Pläne des Bikeparks in der Arena Alberschwende.Merbod Sohm

Ein Mountainbike-Park für breites Publikum soll frischen Schwung nach Alberschwende bringen.

Alberschwende Wer meint, in der Alberschwender Arena herrsche “tote Hose”, darf umdenken: Der Verein “Alberschwende Shred Society – Verein zur Förderung der Radkultur in Alberschwende” bringt frischen Schwung auf das Gelände – mit einem Bikepark für Groß und Klein, der bereits Gestalt annimmt. Schon bald sollen Kleinkinder mit Laufrädern oder Rollern über Mini-Trails sausen und ambitionierte Mountainbiker anspruchsvollere Strecken testen. Zwei bis zu 2,5 Meter hohe Rampen sollen für Action sorgen, und die begleitenden Erwachsenen ein gemütliches Plätzchen mit Top-Aussicht genießen.

Die Erholungszone (noch KI generiert)  wird von Mittelschülern gestaltet
Die Erholungszone (noch KI-generiert) wird von Mittelschülern gestaltet.

Die Arena, einst Eishockeyplatz und Schauplatz unvergesslicher Konzerte (Joe Cocker mit George Nussbaumer oder Sting), fristete in den letzten Jahren ein eher stilles Dasein. Bis zum Baubeginn nutzten Jugendliche die Fläche als Skaterplatz – diese Möglichkeit bleibt nach Fertigstellung Ende Mai erhalten.

Die Bagger formen die verschiedenen Trails in die Hänge
Die Bagger formen die verschiedenen Trails in die Hänge.

Gründungsmitglieder des Vereins sind Tobias Sutterlüty (Obmann und Geschäftsführer der Rusch Alberschwende Dach GmbH), Mathias Gmeiner, Lukas Eiler, Aron Geser, Levin Winder und Pablo Leitner. Das Konzept stammt aus einer Zusammenarbeit mit der Tiroler Firma Trailtech. Inspiration waren ähnliche Anlagen wie zum Beispiel in Au-Schoppernau. Nach der Präsentation vor den Gemeindegremien und der schnellen Genehmigung formen Bagger die Trails, die ausschließlich für Fahrräder mit Tretpedal gedacht sind. Informationstafeln erklären Schwierigkeitsgrade, mögliche Gefahren und das richtige Verhalten. Der Bikepark kann kostenlos benutzt werden und wird im Winter gesperrt sein.

Derzeit ist die Arena Baustelle - aber Ende Mai soll der Betrieb inoffiziell starten
Derzeit ist die Arena Baustelle – aber Ende Mai soll der Betrieb inoffiziell starten.

Die Kosten werden bislang über regionale Gönner und Sponsoren gedeckt. Die Raiba Alberschwende ist Hauptsponsor, aber auch viele Firmen, hauptsächlich aus Alberschwende und dem Bregenzerwald, sowie Privatpersonen zeigen sich großzügig. Tobias Sutterlüty: “Wer uns unterstützen möchte, darf sich gerne melden. Die Instandhaltung und Wartung erledigen wir über Mitgliedschaften der Vereinsmitglieder.”

am Südhang wird schon sichtbar, wie das Ganze aussehen soll
Am Südhang wird schon sichtbar, wie das Ganze aussehen soll.

Große Begeisterung als Rückmeldung

Gegenwind von Anrainern oder Politikern gab es bisher nicht. Die Lärmbelästigung sei minimal, vielmehr zeigen viele Menschen ihre Begeisterung. Walter Spettel wohnt in der unmittelbaren Nachbarschaft und freut sich schon mit seinen Enkelkindern: “Des git a coole Gschicht ab.”

Der Hügel rechts wird die Landezone für Rampensprünge
Der Hügel rechts wird die Landezone für Rampensprünge.

Auch andere Nutzungen bleiben möglich: Die Feuerwehr kann ihren jährlichen Alpin-Nassbewerb auf dem Gelände durchführen, und für die dabei aufzubauenden Verpflegungsstationen ist ausreichend Platz.

Alberschwender Jugendliche sind gefragt

Parallel zur Bikepark-Umsetzung läuft an der Mittelschule Alberschwende unter der Leitung von Petra Raid das Projekt “Deine Stimme zählt”. Rund 140 Schülerinnen und Schüler erleben dabei Demokratie ganz praktisch – und bringen ihre Ideen direkt ein: Gemeinsam mit Robert Feuerstein (Baufuchs) entstehen Sitzgelegenheiten und “Chill-Zonen” im Bikepark.

Wenn alles nach Plan läuft, kann der Bikepark bereits ab Ende Mai inoffiziell genutzt werden; die angedachte offizielle Eröffnung mit vielfältiger Musik aus Alberschwende ist für später geplant. MSO

Bei der Bauverhandlung wurde gleich mündlich die Genehmigung ausgesprochen - da staunt der Laie
Bei der Bauverhandlung wurde gleich mündlich die Genehmigung ausgesprochen – da staunt der Laie.