Bregenz mit Blitzstart und blitzsauberem Sieg

Beeindruckende Leistung der Schwarz-Weißen bei 3:2-Erfolg in Amstetten.
Amstetten Ein Bregenzer Lebenszeichen? Nein, weitaus mehr. Denn die Schwarz-Weißen agierten in Amstetten keineswegs wie ein Absteiger. Angetrieben von ihrem Blitzstart, zeigten Tartarotti und Co., dass sie gewillt sind, im Kampf um den Klassenerhalt sportlich noch einmal durchzustarten. Und so war der 3:2-Erfolg in Amstetten nicht nur der erste Sieg nach sechs Spielen, sondern ein klares Statement, getreu dem Motto: “Wir leben noch!”

Ganze 21 Sekunden waren gespielt, da führte Bregenz bereits mit 1:0. Ein weiter Ball in die Spitze öffnete das Spiel und Jan Stefanon nutzte einen Fehler in der Amstettner Hintermannschaft und ließ sich die Chance nicht entgehen. Auch in weiterer Folge dominierten die sehr selbstbewusst auftretenden Bodenseestädter die Partie. Dragan Marceta fand nur zwei Minuten später die Möglichkeit vor, nachzudoppeln, scheiterte aber an Torhüter Estevao, der seinen Fehler beim 0:1 gutmachte.

admiral 2. Liga
25. Spieltag
SKU Amstetten vs SW Bregenz 2:3 (0:1)
Amstetten, Ertl Glas Stadion, 700 Zuschauer, SR Alexander Harkam (ST)
Torfolge: 1. 0:1 Stefanon, 62. 0:2 Tartarotti, 63. 1:2 Gragger, 78. 1:3 Rossi, 84. 2:3 Peham
Gelbe Karte: 58. Pursall (SWB/Foulspiel)
SW Bregenz (5-4-1) Kretschmer – Bangura, Pursall, Vojic (80. Prirsch), Marceta, Marte – Otugo (59. Neto), Tartarotti, Lars Nussbaumer (80. Martinovic), Lendambi (90./+1 Crnkic) – Stefanon (59. Rossi)

Bregenz aber blieb dran, überzeugte nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch. Schön, wie die Schwarz-Weißen kombinierten und nur ein Abseitspfiff gegen Tartarotti verhinderte einen weiteren Treffer (23.). In der Defensive ließ die Heraf-Elf zudem nichts anbrennen, sodass die 1:0-Führung zur Pause mehr als verdient war.

Mit offenem Visier
Hälfte zwei brachte dann Offensivfußball pur. Beide Teams spielten mit offenem Visier, wobei Bregenz defensiv stabiler wirkte. Dennoch musste man nach Tartarottis 2:0 (62.) rasch einen Gegentreffer hinnehmen. Und auch Rossis 3:1 nach einem tollen Konter (78.) folgte erneut der Anschlusstreffer. Doch Bregenz blieb cool, spielte die Partie zu Ende und jubelte über den dritten Saisonsieg. Damit verkürzte man den Rückstand in der Tabelle auf Sturm II auf fünf Punkte.

“Genießt die letzten Runden”
Am Spieltag angereist, fand Cheftrainer Andreas Heraf vor dem Anpfiff wohl die richtigen Worte. “Wir sind sportlich praktisch abgestiegen, als geht’s raus und genießt die letzten Runden”, hatte der 58-Jährige seinen Schützlingen mit auf den Weg gegeben. “Ich bin brutal stolz auf die Jungs”, sagte er nach dem Abpfiff. Seine Spieler konnten nach intensiven 90 Minuten erhobenen Hauptes den Platz verlassen. “Ich freue mich für sie”, so Heraf, “aber wir müssen schon realistisch bleiben.” Die Erkenntnis für die restlichen Spiele? Noch ist nicht aller Tage Abend . . .
