Grün-Weiß unter Druck

Sport / 09.04.2026 • 16:04 Uhr
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Zweiter gegen Erster: In Lustenau steigt morgen das absolute Spitzenspiel der 2. Liga zwischen den Austria Lustenau und Leader St. Pölten.gepa

Austria Lustenau geht morgen, 20.30 Uhr vor Heimpublikum gegen Spitzenreiter St. Pölten als Jäger ins Spiel.

Lustenau Nächster Freitag, nächstes Spitzenspiel. Letzte Woche wurde den über 4600 Zuschauern in der Sun Minimeal Arena mit der Partie gegen die Admira (1:1) Teil eins der Topspiele mit Vorarlberger Beteiligung in der 2. Liga kredenzt. Mit dem Heimspiel morgen 20.30 Uhr, folgt gegen St. Pölten der zweite Part.

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Mit aber klar veränderten Vorzeichen. Denn durch das Remis gegen die Admira und der 1:3-Niederlage am Ostermontag bei den Young Violets geht die Austria gegen St. Pölten nicht als Spitzenreiter, sondern als Verfolger Nummer 1 ins Rennen. Letzten Freitag stand die 1 noch vor dem Vereinsnamen der Grün-Weißen. Und die Ausgangssituation ist glasklar: Will die Austria nach den 90 Minuten wieder von der Tabellenspitze lachen, müssen die Niederösterreicher mit mindestens zwei Toren Unterschied bezwungen werden.

“Kein Beinbruch”

Wahrlich kein leichtes Unterfangen, denn die Elf von Trainer Markus Mader hatte zuletzt in der Bundeshauptstadt keine große fußballerische Werbung gemacht. Für Mader trotzdem, “kein Beinbruch”, wie er nach dem Match erklärte. Daher sieht der gebürtige Bregenzer keine große Vorzeichenveränderung für das Match gegen St. Pölten: “Wir hätten bei den jungen Violetten 8:0 gewinnen können, wären trotzdem Zweiter in der Tabelle.”.

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Beim Hinspiel in St. Pölten musste die Austria eine ganz späte Niederlage einstecken. gepa

Mag stimmen, doch punktgleich gegen St. Pölten ins Rennen um die Spitze zu gehen, wäre alleine schon mental eine andere Hausnummer als mit drei Zählern weniger. Dem stimmte Mader auf der Pressekonferenz auch zu, “denn bei dem aktuellen Stand ist verlieren für uns sicher verboten. Denn sonst wird es in den ausbleibenden Spielen schwierig St. Pölten noch abzufangen”.

Die Wichtgkeit der Balance

Drei Punkte sollen also her, einen Plan hat sich das Trainerteam zurechtgelegt, “wobei der Balance zwischen Offensive und Defensive wohl die größte Wichtigkeit zukommt. Eines ist klar: Wir wollen dem Gegner sicher nicht ins offene Messer laufen. Dennoch wollen wir von der ersten Minute an zeigen, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollen”, so Mader.

Gegner St. Pölten stuft der Cheftrainer gleich hoch ein wie zuletzt die Admira. “Top-Kader auf Bundesliga-Niveau, der mit einer klaren Struktur ans Werk geht. Zudem haben sie sich ja schon vor einiger Zeit deklariert, Meister werden zu wollen. So agieren sie auch. Aber wir haben in unserer Analyse auch Schwächen gefunden. Die gilt es auszunutzen”.

Die Ruhe des Urgesteins

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Pius Grabher hat Vertrauen ins sein Team, in das Sacha Deaye wieder zurückkehrt. gepa

Austrias Urgestein Pius Grabher ist, trotz Niederlage zuletzt, nicht bange, “auch weil ja nicht viel Zeit geblieben ist, um den Punkten nachzutrauern. In einer englischen Runde geht es schnell und wir wollen diesen Umstand auch zu unseren Gunsten nutzen. Aber unbestritten: Ein Sieg wäre ungemein wichtig in der aktuellen Phase der Meisterschaft”, so der Mittelfeldmotor, der darauf hofft, “dass jeder einzelne Spieler von uns auf dem Feld bereit ist, Entscheidungen zu treffen, die uns eine offensive Richtung geben”.

Dem 32-Jährigen ist bewusst, “dass bei einem etwaigen zwischenzeitlichen Remis für uns die Marschrichtung ganz klar gen Sieg gehen soll – und auch wird. Der Auftrag: Siegen”.

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Ob Asumah Abubakar aufläuft hängt von der letzten Einheit ab. Der Angreifer hütete zuletzt mit Grippe das Bett. gepa

Im Kader für das Spitzenspiel wird es zwangsweise zu Veränderungen kommen. Seydou ist gesperrt, dafür kehrt Sacha Delaye wieder zurück. Auch Asumah Abubakar, vor dem Admira-Match kurzfristig erkrankt, ist wieder Thema. Ob es sich für einen Einsatz bzw. einen Platz auf der Bank ausgeht, entscheidet sich am Abschlusstraining: “Ob die Kräfte nach einigen Tagen im Beet ausreichen, ist fraglich. Deshalb werden die letzte Einheit vor dem Match abwarten”, so Mader, der vor allem über die Rückkehr Delaye’s happy ist: “Sacha bringt uns ganz viel Struktur ins Spiel, macht uns klar stärker”.

Stark machen sollen auch diesmal die Fans ihre Austria. Deswegen wird die Arena erneut schon um 18 Uhr geöffnet.