Leben zwischen Geistern und Wünschen

Heimat / 10.04.2026 • 16:56 Uhr
Christoph Bochdansky mit Renate Breuß, Geburtstasgskind Paul Hintneer, seiner Frau Verena und Patrizia Engstler.
Christoph Bochdansky mit Renate Breuß, Geburtstagskind Paul Hintneer, seiner Frau Verena und Patrizia Engstler.Arno Meusburger

Puppenspieler Christoph Bochdansky begeisterte mit Geistern im Alten Kino Rankweil

Rankweil “Die Geister, die wir rufen – rufen zurück” ist der Titel des packenden Programms, mit dem Christoph Bochdansky einmal mehr BesucherInnen des Alten Kinos Rankweil in seinen Bann zog. Als “Abteilungsleiter für Verwünschungen” vermittelte der in Vorarlberg aufgewachsene, international erfolgreiche Künstler dem Publikum mit feinem Humor so einige Erkenntnisse über Geister, Elfen, Engel oder wie immer man sie nennen mag.

Michelle und
Michelle und “Homunculus”-Präsident Günter Bucher.

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Dazu gehörten der nicht nur wörtliche Zusammenhang von Wünschen und Verwünschungen oder die Feststellung, dass es sich bei Wünschen um verkleidete Geister handle. “Haben Sie manchmal auch Schwierigkeiten mit Ihrem Geist?”, fragte er neckisch und demonstrierte, wie es ist, auf sein Innerstes zu hören: “und dann hat es einem nichts zu sagen”.

Gabi Geetzner, Michael Mathis, Thomas Wieser und Brigitte Pöder vom Alten Kino.
Gabi Getzner, Michael Mathis, Thomas Wieser und Brigitte Pöder vom Alten Kino.

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Noch schlimmer ist es, wenn Mensch einen von seinen Göttern “hochachtungsvoll” gezeichneten Brief bekommt, in dem sie ihm ihren Beschluss mitteilen, keine Hoffnung mehr in ihn zu setzen und dabei seien, die Endfassung für eine Neuschöpfung zu erstellen. Die Begründung: “Es macht keinen Spaß, euch noch länger zuzuschauen!”. Vorausgegangen ist dem ein Dialog zwischen Geistern, in dem einer mitteilt, er “habe so manchmal das Gefühl, dass die Menschen nicht an uns glauben. Dabei erfüllen wir ihnen doch die seltsamsten Wünsche!”.

Silvia Kollos, Thomas Bochdansky, Ulli und Peter Theurl.
Silvia Kollos, Thomas Bochdansky, Ulli und Peter Theurl.

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Eine der ins Spiel gebrachten Puppen entpuppt sich als Reiseleiter für die “Seelenreise”, die früher oder später anzutreten ist. Auf ihr unterhalten sich etwa zwei Kobolde, bei deren lautstarkem Streit Bochdansky einen Teil seiner schauspielerischen Fähigkeiten schön ausspielen kann. Das gilt auch für die Geschichte vom Frosch am grünen Teich, der diesen wegen Abneigung der Eltern gegen die Verbindung wie vor Jahrzehnten schon der Mensch als Platz für geheime Rendezvous mit seiner späteren Frau genutzt hat. Der Mensch soll die Stellung halten und gerät unverhofft an die junge Fröschin, die ihn ganz unwiderstehlich findet. Einfach köstlich die Szene beim Dazustoßen des Galans. Ähnlich unterhaltsam ist die Begegnung von Elfe und “Wildem Mann”. AME

Reiseleiter für die Seelenreise.
Reiseleiter für die Seelenreise.
Die Besucher vor Beginn der Vorstellung.
Die Besucher vor Beginn der Vorstellung.
Auf zur Seelenreise.
Auf zur Seelenreise.
Zwei Kobolde gerieten sich in die Haare.
Zwei Kobolde gerieten sich in die Haare.
Der Abteilungsleiter für Verwünschungen.
Der Abteilungsleiter für Verwünschungen.
Auf sein Innerstes hören.
Auf sein Innerstes hören.
Begegnung mit seinem Innersten.
Begegnung mit seinem Innersten.
Zwischen den Fronten von Fröschin und Frosch.
Zwischen den Fronten von Fröschin und Frosch.
Als Mensch sehr gefragt bei und umschmeichelt von der Fröschin.
Als Mensch sehr gefragt bei und umschmeichelt von der Fröschin.
Wenig ergibiege Begegnung zwischen Elfe und
Wenig ergiebige Begegnung zwischen Elfe und “Wildem Mann”.