Musikverein Concordia trumpfte bei Frühjahrskonzert auf

Uraufführung der Auftragskomposition “Touren der Zeit” begeisterte das Publikum.
Lustenau Mit stehenden Ovationen und großer Begeisterung feierte das Publikum am Samstagabend das diesjährige Frühjahrskonzert des Musikvereins Concordia. Unter dem Motto “Antrieb” lud die Concordia gemeinsam mit dem Lustenauer Verein “Swingwerk” Big Band zu einem abwechslungsreichen musikalischen Abend in den Reichshofsaal ein. Den Auftakt machte die Jugendmusik der Concordia, die mit beeindruckenden Darbietungen begeisterte. Im Anschluss präsentierten das große Orchester sowie die Big Band “Swingwerk” ihr musikalisches Können, bevor der Höhepunkt des Abends folgte: die Uraufführung einer Auftragskomposition von Gilbert Tinner. Mit diesem Werk erhielt Lustenau ein musikalisches Denkmal. Dementsprechend groß war der Andrang zu dieser Uraufführung.

Schaffenskraft in Musik und Stickerei
Die Verantwortlichen des Vereins schafften Verbindungen von der Musik zur Lustenauer Stickerei. In einem kurzen Präsentationsvideo zu Beginn des Konzerts wurden Parallelen vom ersten Nadelstich zur ersten Note eines neuen Werks gezogen. Erst durch die vielen Stiche entstehe ein Motiv, durch die einzelnen Noten ein Werk. “Ich darf Sie alle recht herzlich zu unserem Frühjahrskonzert begrüßen”, sagte Obmann Mario Vogel und kündigte zum einen Swingwerk, als Special Guest, sowie die angekündigte Uraufführung an, die für alle Mitwirkenden eine besondere Erfahrung darstellte. Durch den Abend führten souverän das Moderationsduo Michaela Vogel und Johannes Grabher.
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Zwei Klangwelten vereint
Die Idee zu diesem gemeinsamen Konzert stammt von Kapellmeister Josef Eberle. Während das Blasorchester für lokale Verwurzelung steht, bringt die Big Band Swingwerk internationale und innovative Klänge ein. Das Programm eröffnete der Musikverein mit Richard Strauss’ “Festmusik der Stadt Wien”, gefolgt von “Tulsa”, einer musikalischen Hommage an Natur und Industriegeschichte. Swingwerk setzte mit “Spain” von Chick Corea und “Thank You, FOS!” moderne Akzente. Gemeinsam präsentierten beide Ensembles “Connections” von Bert Joris, bevor die Uraufführung von Gilbert Tinners Komposition “Touren der Zeit” das Publikum begeisterte. In drei Sätzen nahm das Werk die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine musikalische Reise durch verschiedene Epochen, von den Anfängen der Handwerkskunst über die Industrialisierung bis hin zu heutigen Neuinterpretationen.

Ehrungen für langjährige Musikerinnen
Im Rahmen des Konzerts wurden zudem zwei Musikerinnen für ihre langjährige Mitgliedschaft gewürdigt. Melanie Hennig wird im Herbst vom Vorarlberger Blasmusikverband für 25 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet. Karin Grabher feiert sogar ein außergewöhnliches Jubiläum: Seit 50 Jahren ist sie Mitglied des Musikvereins und erhält als erst dritte Musikerin in der über 100-jährigen Geschichte des Vorarlberger Blasmusikverbandes die goldene Ehrenspange. Der Musikverein Concordia gratulierte beiden herzlich zu ihren Verdiensten. BVS









