Ernüchterung vor dem Cupfinale

Sport / 26.04.2026 • 15:38 Uhr
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Wieder einmal “spuckte” Ronivaldo den Altachern in die Suppe. gepa

Offensivschwäche sorgt beim SCR Altach für einiges Kopfzerbrechen.

Altach Vor zwei Spieltagen reichten Altachs Traumtore von Sandro Ingolitsch und Yann Massombo in Innsbruck nicht für einen Sieg. Im Gegensatz dazu feierte BW Linz am Wochenende beim 3:0 über Altach neben dem Sieg noch drei herrliche Treffer. Simon Seidl per Hechtkopfball, Ronivaldo gegen seinen “Lieblingsgegner” mit einem Knaller unter die Latte und dann noch der Ex-Altacher Dominik Reiter mit einem herrlichen Weitschuss ins lange Eck.

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Ausgerechnet gegen seinen Exverein SCR Altach gelang Dominik Reiter sein erster Treffer im Blau-Weißen-Dress. gepa

Apropos Ronivaldo: Gegen keinen Club in der Bundesliga traf der 37-Jährige öfter. Acht Tore in elf Duellen – weitere drei kommen zu Zweitligazeiten im Dress von Kapfenberg hinzu – lassen erahnen, welchen Stellenwert der Torjäger bei den Blau-Weißen besitzt.

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Enttäuschte Gesichter auf Seiten der Altacher. gepa

Weiter Sorge um Patrick Greil

Die Enttäuschung nach dem Auftritt in Linz steckte allen Beteiligten nach dem Abpfiff in den Knochen. “Vor der Pause war es noch in Ordnung”, analysierte Ognjen Zaric. Für die Leistung nach dem Seitenwechsel jedoch kritisierte Altachs Cheftrainer bei seinen Schützlingen Intensität und Zweikampfführung sehr konkret. “Damit war ich absolut nicht zufrieden.” Worte, die der 37-Jährige in dieser Form in all den Spielen zuvor (13) nicht finden musste. Und das ausgerechnet eine Woche vor dem großen Saison-Höhepunkt Cupfinale.

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Zum vierten Mal in der laufenden Saison kassierte SCRA-Goalie Dejan Stojanovic drei Gegentreffer. gepa

Auffällig vor allem Altachs offensive Abhängigkeit von einem Spieler. Patrick Greil, der Mann für Spielwitz und die Tore, fehlte an allen Ecken und Enden. Das wird auch durch die Statistik – zehn Ligatore, zwei Assists bzw. zwei Cuptreffer, drei Assists – unterstrichen. Diesbezüglich sind die Blau-Weißen aus Linz viel breiter aufgestellt, was auch am Marktwert des Kaders – 11,9 vs. 9,8 Millionen Euro – zum Ausdruck kommt. Die Zahlen dazu? Ohne Ronivaldo (neun Ligatore) kommen die BWL-Stürmerkollegen auf 21 Saisontore, bei den Altachern sind es ohne Greil nur deren elf. Apropos Greil: Wie bereits einmal erwähnt, droht im Hinblick auf das Cupfinale (Freitag, 16 Uhr) ein Wettlauf mit der Zeit. “Wir schauen von Tag zu Tag”, bringt es Zaric auf den Punkt. Vorerst bleibt es ungewiss, ob Greil mit Beginn der Woche wieder ins Training einsteigen kann.

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Den Spielern war jedenfalls bewusst, eine Chance liegengelassen zu haben. “Wir haben auch gewusst, was auf uns zukommt. Unser Ziel war es, alles klarzumachen”, sagte Torhüter Dejan Stojanovic mit einem Blick auf die Tabelle und stellte fest: “Unsere Offensive tut sich derzeit etwas schwer und insgesamt fehlte uns heute die Bissigkeit.” Genau das braucht es allerdings für die zwei anstehenden Spiele: Cupfinale gegen den LASK und Abstiegsduell gegen Wolfsberg.