Kunstreise: Schüler entdecken Lustenau neu

Schüler der Volksschule Rotkreuz erleben Stickereigeschichte hautnah.
Lustenau Mit dem Arbeitstitel “Mein Lustenau gestern und heute künstlerisch erleben” begab sich die 3b-Klasse der Volksschule Rotkreuz ein ganzes Schuljahr lang auf eine künstlerische Entdeckungsreise durch Lustenau und seine Umgebung. Sie besuchten das DOK 20, betrachteten die Werke der Lustenauer Malerin Stephanie Hollenstein, arbeiteten in der Schule an Porträts und historischen Karten und setzten sich mit Bildern von Paul Klee auseinander. Am Dienstagvormittag waren sie zudem zu Gast im Stickereimuseum und Archiv S-MAK in Lustenau, wo sie anhand der aktuellen Ausstellung von Martin Leuthold die farbenfrohe und ausdrucksstarke Welt der Stickereimode kennenlernen konnten. Das von Double Check finanzierte Projekt erstreckt sich über das gesamte Schuljahr und wird von Kulturvermittlerin Christa Bohle geleitet.

Kulturelles Erbe hautnah erleben
Immer weniger Menschen kommen heute direkt mit der Stickerei in Berührung. Dennoch konnten einige Schülerinnen und Schüler berichten, dass etwa der Großvater oder ein Nachbar in einer Stickerei tätig ist. Was genau in einer Stickerei passiert, erklärte Christa Bohle den Kindern anschaulich beim Besuch im S-MAK. Dort erhielten die Kinder spannende Einblicke in die Welt der Stickerei. “Die Schüler bekommen über das ganze Jahr hinweg künstlerische Impulse und lernen, die Welt mit anderen Augen zu sehen”, betont Christa Bohle. Die Ausstellung “Inspiration” von Martin Leuthold regte die Kinder dazu an, Stoffe und Teppiche genau zu betrachten und selbst kreativ zu werden: Sie entwarfen unter anderem kleine Puppen aus Pappe, die sie mit unterschiedlichen Stoffen und Materialien gestalteten.

Ein bleibender Eindruck
“Durch den Besuch im S-MAK erhalten die Kinder einen ganz neuen Zugang zur Stickerei. Hier im Museum setzen sie sich viel intensiver mit dem Thema auseinander und nehmen zahlreiche Informationen mit”, erklärt Lehrerin Brigitte Hollenstein. Im Laufe des Schuljahres haben die Schüler zahlreiche Kunstwerke geschaffen, die sie am Ende des Jahres mit nach Hause nehmen dürfen. Den beiden Lehrpersonen sowie Christa Bohle ist es ein besonderes Anliegen, dass dieses traditionsreiche Handwerk, das Lustenau bis heute prägt, nicht in Vergessenheit gerät.BVS





