Hard behebt Torflaute und setzt im Tor auf eigene Zukunft

Top-Torjäger Selim Kum wechselt nach Hard, Eigenbau Wirth wird neue Nummer eins.
Hard Der FC Hard zieht nach einer schlechten Offensivbilanz die Konsequenzen und stellt sich für die kommende Saison neu auf. Nur 19 Tore in 18 Meisterschaftsspielen sprechen eine klare Sprache – in der Eliteliga stellte der Klub damit eine der schwächsten Angriffsreihen. Entsprechend wurde nun am Transfermarkt reagiert, um die Durchschlagskraft im Angriff deutlich zu erhöhen.

Mit einem echten Top-Torjäger kommt jene Qualität ins Harder Waldstadion, die zuletzt schmerzlich vermisst wurde. Der Angreifer Selim Kum wechselt als aktuell führender Torschütze der Vorarlbergliga nach Hard und bringt eine beeindruckende Trefferquote mit. Bereits in der Vorsaison hatte er seine Abschlussstärke mit 18 Toren unter Beweis gestellt, heuer legte er mit 22 Treffern noch einmal nach. Er soll nicht nur Tore liefern, sondern auch der Offensive insgesamt mehr Struktur und Präsenz verleihen. In Hard setzt man große Hoffnungen in den Neuzugang, der als klassischer Vollstrecker gilt und Spiele entscheiden kann.

Parallel dazu baut der Verein im Tor auf die eigene Jugend. Mit Finn Wirth kehrt ein 18-jähriger Eigenbauspieler aus der Akademie Vorarlberg zurück und soll auf Anhieb eine zentrale Rolle übernehmen. Der junge Keeper war in den vergangenen vier Jahren in mehreren Altersstufen ein verlässlicher Rückhalt und hat sich kontinuierlich entwickelt. Nun folgt der nächste Schritt im Erwachsenenfußball – und das gleich als designierter Einser-Tormann.

Unterstützt wird Wirth weiterhin von Lukas Bundschuh, der dem Klub als erfahrener Torhüter und Tormanntrainer erhalten bleibt. Der 30-Jährige überzeugte mit konstanten Leistungen und musste auch heuer weniger Gegentreffer hinnehmen. Künftig wird er etwas kürzertreten und verstärkt seine Erfahrung an den jungen Schlussmann weitergeben. Offen ist, ob Vinicius Gomes in Hard bleibt.
Auch abseits der beiden Personalien setzt der FC Hard auf Stabilität. Mehrere Routiniers sowie zahlreiche Eigenbauspieler haben ihre Verträge verlängert und sollen weiterhin für Kontinuität sorgen. Klar ist jedoch: Der FC Hard will die Lehren aus dieser Saison ziehen. Vor allem die Offensive soll wieder zu einer Stärke werden – und gleichzeitig wächst im Tor eine neue Hoffnung aus den eigenen Reihen heran. VN-TK