Krankenpflege spürt die Teuerung

Dem Verein von Hohenweiler, Eichenberg, Möggers “fehlen” im Budget 2026 rund 15.000 Euro
Eichenberg Auf den ersten Blick stimmte der Rechnungsabschluss für 2025, den Kassierin Laura Ennemoser vorlegte, zuversichtlich, doch ein Blick in die Details brachte Ernüchterung: Der buchhalterische Überschuss resultierte aus der Verschiebung von Anschaffungen von 2025 auf heuer. Mit dem “Erfolg”, dass es im Vorjahr mehr als 8000 Euro Überschuss gab, heuer jedoch – unter Berücksichtigung verschobener Investitionen – im Voranschlag noch rund 15.000 Euro fehlen.
Verhandeln, auf Spenden hoffen
Viel Geld, räumte Obmann Edgar Hagspiel bei der 36. Generalversammlung im Eichenberger Mehrzweckgebäude ein. Man werde versuchen, die Budgetlücke durch Verhandlungen mit dem Land und anderen Stellen zu schließen, auch auf die Spendenfreudigkeit setzt der Verein große Hoffnungen, denn auf der anderen Seite, den Ausgaben, sei “das Sparpotenzial ausgereizt”, machte Hagspiel deutlich und erwähnte, dass hier ganz im Gegenteil heuer noch Ausgaben für die Ausstattung des neuen Büros zu berücksichtigen sind. Dieses Geld sei freilich gut angelegt, denn die Räumlichkeiten in der Zentrumsverbauung ersetzen das bisherige Provisorium und sollen die Arbeitsbedingungen in Büro und Lager deutlich verbessern.

Stabiler Pflegeaufwand
Es sind, so Hagspiel, nicht nur die Sonderausgaben, die den Voranschlag 2026 belasten, die allgemeine Teuerung trägt ebenso dazu bei, dass der Budgetrahmen von 175.000 im Vorjahr auf das laufende Jahr auf rund 193.000 Euro steigt. Und das bei stabilem Pflegeaufwand, wie er erläutert: Vom Pflegeteam (Oliva Lerchenmüller, Eva Thaler und Monika Wand, die im Laufe des Jahres für Gina Maria Fessler ins Team kam) werden jedes Jahr etwa 60 bis 70 Patientinnen und Patienten betreut. Das erfordert etwa 3000 Patientenkontakte (plus/minus einige Prozent) im Durchschnitt der vergangenen Jahre. Dazu sind – bedingt durch die Weitläufigkeit des Betreuungsgebiets – unter anderem mehr als 7000 Fahrtkilometer pro Jahr zu absolvieren.
Das Pflegeteam ist jeweils von Montag bis Freitag abrufbar, hinzu kommt nächtliche Rufbereitschaft und ein Wochenenddienst, der durch einen Pool mit den Vereinen von Lochau und Hörbranz ermöglicht wird. Hier, so Hagspiel, zeige sich die gute Zusammenarbeit der Leiblachtaler Krankenpflege.

Jeder zweite Haushalt
Stabil sind nicht nur die Pflegeleistungen, auch der Mitgliederstand. Aktuell sind 455 der 925 Haushalte Mitglied im Verein, das sind 49,2 Prozent aller Haushalte. Nicht nur wegen des Mitgliedsbeitrags sind, so Hagspiel, neue Mitglieder jederzeit willkommen – acht Haushalte mehr würden die magische 50-Prozent-Marke übersteigen.
Case Management Leiblachtal
Mit einem Vortrag über ihre Arbeit in der Servicestelle Betreuung und Pflege (Case Management Leiblachtal) ergänzte Barbara Ritschel die Generalversammlung. Die Referentin, die anschließend auch Fragen beantwortete, informierte über ihre Tätigkeit und die Hilfestellungen, die sie im Gesundheits- und Sozialsystem des Leiblachtals anbietet. Ritschels Tätigkeit umfasst ein umfangreiches Spektrum, sie informiert, berät, vermittelt und führt kostenlos und vertraulich durch das Gesundheits- und Sozialsystem im Leiblachtal:
Hauskrankenpflege, Mobiler Hilfsdienst, Essen auf Rädern, Seniorenalarm, Information rund um die 24-Stunden-Pflege, Aufnahme ins Pflegeheim, Urlaub von der Pflege, Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige, Pflegegeld, Mindestsicherungen und andere Unterstützungen. Für die maßgeschneiderte Beratung werden Krankheits- und Betreuungsverlauf sowie alle involvierten Professionen miteinbezogen. STP
