Den Schalter umlegen

Einfühlungsvermögen ist nun in Altach, nach dem vierten Spiel ohne Sieg, gefragt.
Altach Es waren individuelle Patzer, die Wolfsberg den Weg zurück ins Spiel ebneten. Ausgerechnet die Torhüter patzten, wobei Dejan Stojanovic wegen Schwindel zur Pause Daniel Antosch Platz machte. Der Kreislauf machte Altachs Nummer eins zu schaffen und so Antosch zum Saisondebüt verhalf. Doch Trainer Ognjen Zaric zeigt in dieser heiklen Phase eine weitere wichtige Eigenschaft, nämlich Einfühlungsvermögen.

Der 37-Jährige, der stets das Teamgefüge hervorhob, stets von einer Mannschaft spricht, betont auch jetzt die Einheit. “Es ist jetzt ganz wichtig, in dieser Situation nicht mit dem Finger auf irgendwen zu zeigen.” Was ihn vielmehr ärgerte, war die Tatsache, dass drei der vier Gegentreffer aus Standards resultierten. “Das darf uns nicht passieren.” Das wird mit Sicherheit ein wichtiger Bestandteil seiner Analyse sein, um dann die Partie schnell abzuhaken.
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So war es gut, dass es Stojanovic am gestrigen Trainingstag schon wieder besser ging. Hingegen bleibt der Einsatz von Patrick Greil weiter ein Vabanquespiel. Deshalb sei es nun wichtig, “sehr klar” (Zaric) zu bleiben und die Situation “so annehmen, wie sie ist”. Jetzt den Schalter umzulegen und den Fokus ganz auf die beiden restlichen Spiele zu legen, das fordert der Coach von seinen Spielern.
Und die reagierten nach der Niederlage mit klaren Worten. Wohl wissend, dass der Status quo selbst verschuldet ist. “Das war zu wenig”, meinte Abwehrchef Benedikt Zech nach den am Ende enttäuschenden 90 Minuten. Berechtigterweise richtete sich der 35-Jährige auch mit der Frage an die Ligaverantwortlichen, warum denn zwei Trainingstage nach einem kräfteraubenden Cupfinale unbedingt gespielt werden muss. “Das frage ich mich schon.” Auch mit Kritik an dem Unparteiischen bei dessen Freistoßpfiff vor dem zweiten Gegentor wollte sich Zech nicht zurückhalten, um schließlich nicht auf die eigenen Fehler zu vergessen. “Wir bekommen drei Tore nach Standards, das ist zu viel.” Und: “Wir erhalten viele Gegentore. Vielleicht, weil wir nicht mehr so griffig, so kompakt sind? Vielleicht, weil wir uns zu sicher waren? Egal, jetzt sind wir wieder mittendrin und jetzt müssen wir den Schalter umlegen. Und trotzdem: Wir haben die beste Ausgangssituation aller fünf Teams.”
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Auch für Kapitän Lukas Jäger war die Ansetzung des Spiels “schwerstens zu hinterfragen”, ohne dass er im VN-Gespräch versuchte, die eigenen Fehlerquellen zu verheimlichen. “Es geht um so viel. Man hat deutlich gesehen, dass das Cupfinale bei uns seine Spuren hinterlassen hat.” Mit Blick auf die eigene Mannschaft lautet seine Botschaft: “Es gilt, diese Fehler, die wir derzeit machen, schleunigst wieder abzustellen und zu punkten.”
Vom Final- in den Überlebensmodus – das muss nun in Altach bis Samstag schnellstens gelingen.