Skydiver: “Es war ein katastrophaler Tag für uns”

VN / 11.05.2026 • 16:42 Uhr
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symbol/apaEin Wingsuit-Sprung in Hohenems hatte am Samstag verhängnisvolle Folgen.

Vorarlberger Fallschirmspringerclub äußert sich zum Wingsuit-Unfall in Hohenems – und wie es den verunglückten Frauen geht.

Hohenems Am Samstagmittag starteten zwei Wingsuit-Fallschirmspringerinnen (32 und 48 Jahre alt) und weitere Springer mit einem Flugzeug von Hohenems aus zu einem Sprung aus einer Absetzhöhe von rund 4000 Metern über Grund.

Kollision in der Luft

Nach dem Absprung stieß die 32-jährige Schweizerin in einer Rechtskurve mit der 48-jährigen Deutschen, die sich von hinten “mit hoher Geschwindigkeit” genähert habe, zusammen. Bei der Kollision verlor die 32-Jährige das Bewusstsein. Da sie ihren Fallschirm zum Landen nicht mehr selbst öffnen konnte, wurde die automatische Schirmöffnung ausgelöst. Im Sinkflug berührte sie eine Hochspannungsleitung und stürzte in den Alten Rhein. Zwei Schwimmer brachten die Frau ans Ufer, wo sie dem Rettungsdienst übergeben wurde. Laut Polizei verletzte sie sich lebensgefährlich. Die Deutsche erlitt bei dem Absturz schwere Verletzungen.

Auf dem Wege der Besserung

Beide Frauen befinden sich noch auf der Intensivstation. Wie eine Polizeisprecherin den VN am Montagnachmittag mitteilte, hatten sie multiple Brüche, Prellungen und Lungenverletzungen erlitten, sind jedoch wieder stabil und auf dem Wege der Besserung.

Die beiden Springerinnen waren Mitgliederinnen des UPCS (Union Para Club Silvretta) Skydive Hohenems. Ein weiteres Mitglied des Clubs äußerte sich gegenüber den VN zum Vorfall: “Es war ein katastrophaler Tag für uns.” Man könne sich an keinen ähnlichen, so gravierenden Unfall in der Fallschirmspringergeschichte in Vorarlberg erinnern.

“Bis ins Detail geplant”

Und man würde auch nicht mit so etwas rechnen, denn: “Jeder Sprung wird vorher innerhalb der Gruppe bis ins Detail geplant. Um genau das zu vermeiden, was hier passiert ist. Und bei uns macht auch niemand einen Wingsuit-Sprung, der nicht über eine entsprechende Ausbildung verfügt.”

Was zur Kollision der beiden Springerinnen geführt habe, müsse noch untersucht werden, aber: “Wir sind froh, dass es nicht zum Schlimmsten gekommen ist”, so das UPCS-Mitglied.