Derby-Krimi geht an Wolfurt

RHC Dornbirn startet mit ÖM-Heimniederlage ins Meisterrennen.
Dornbirn Mit einer knappen und schmerzhaften 4:5-Heimniederlage gegen den RHC Wolfurt ist der RHC Dornbirn am Samstagabend in die Finalserie der österreichischen Meisterschaft gestartet. Trotz verletzungsbedingter Ausfälle lieferten die Messestädter vor heimischer Kulisse ein leidenschaftliches Derby ab, mussten sich am Ende aber vor allem wegen zu vieler Strafminuten geschlagen geben.

Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, die ihrem Derbycharakter gerecht wurde. Die Kike-Truppe startete mutig und aggressiv, dennoch gingen zunächst die Gäste in Führung. Daniel Zehrer traf bereits in der 4. Minute zum 0:1, Jean Carlos Levay vom RHC Dornbirn sorgte jedoch wenig später für den Ausgleich.

Das Spiel blieb weiter offen. Nach einem unglücklich abgefälschten Schuss brachte Arnau Dilme die Hofsteiger erneut in Front, doch Jonas Fässler antwortete im Gegenzug mit dem 2:2. In dieser Phase drückte Dornbirn vehement auf die Führung. Victor Wally vergab einen Penalty, anschließend scheiterten sowohl Levay als auch Fässler am Aluminium. Kurz vor der Pause gingen die Hausherren dann durch Jonas Fässler mit 3:2 in die Halbzeitführung.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Wolfurt den Druck und kam durch Enrique Biedma nach einem Penalty-Rebound zum erneuten Ausgleich. In der 37. Minute explodierte die Halle, als Tobias Winsauer Dornbirn wieder mit 4:3 in Führung schoss. Doch die Freude hielt nur kurz, als nur Augenblicke später Aurel Zehrer auf 4:4 stellte und damit eine packende Schlussphase einläutete.

Dornbirn blieb gefährlich und hatte Pech, als Pau Molet mit einem Distanzschuss nur den Pfosten traf. Im direkten Gegenzug nutzte Enrique Biedma die Gelegenheit eiskalt aus und brachte Wolfurt erstmals im zweiten Durchgang in Führung. Die Messestädter warfen in den letzten Minuten nochmals alles nach vorne, doch auch das nötige Quäntchen Glück fehlte. Sekunden vor Schluss landete ein weiterer Abschluss von Levay nur an der Querlatte.

So jubelte am Ende Wolfurt über einen hart erkämpften 5:4-Auswärtssieg und die Führung in der Finalserie. Für Dornbirn bleibt trotz der Niederlage die Erkenntnis, einem starken Gegner über weite Strecken ebenbürtig gewesen zu sein. Vor dem Rückspiel am 4. Juni in Wolfurt lebt die Hoffnung weiter: “Auch wenn die Ausgangslage nun deutlich schwieriger geworden ist”, so der Trainer. cth



