Symposium an der FHV über Resilienz in der Pflege

Die Veranstaltung am 5. Mai in der FHV richtete sich an angehende Pflegekräfte.
Feldkirch Die Anforderungen für Pflegekräfte nehmen zu: Zeitdruck, Personalmangel, emotionale Belastungen. Resilienz nennt man diejenige Kompetenz, die hilft, die innere Stärke zu erhalten. Auf dem Pflegesymposium der FH Vorarlberg wurden Workshops und Vorträge für Pflegekräfte angeboten, um deren Resilienz zu stärken. Die Teilnehmenden wählten aus neun Workshops zwei aus. Die Themen reichten von Aromapflege, Klang- und Musiktherapie bis zu Poetry Slam.
“Die Auseinandersetzung mit Resilienz ist sehr wichtig. Pflegepersonen sind gefordert, auch unter anspruchsvollen Bedingungen handlungsfähig und gesund zu bleiben. Das Symposium greift diese Entwicklung auf und zeigt Wege, um langfristig Stabilität und Wohlbefinden zu fördern”, weiß Diana Brodda, Leiterin Fachbereich Soziales und Gesundheit an der FHV. Insgesamt wurden 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezählt.

Als Teilnehmerin erhoffte sich Sarah Lampl “neue Skills für den Alltag”. Sie besuchte die Workshops Humor und Achtsamkeit. Da sie letztes Jahr an der FHV ihr Studium abgeschlossen hat, kennt sie die Pflegesymposien und fand das diesjährige thematisch interessant. Aktuell ihren Bachelor in Gesundheit und Krankenpflege macht Doris Geiger. Früher hat sie beim MoHi gearbeitet. Zurzeit betreut sie ihren Vater, möchte für ihn neue Kräfte sammeln und besuchte deshalb das Symposium.
Simon Koslick favorisierte die Workshops Humor und Aroma. Im zweiten Semester seines Studiums stehend, hat er klare Ziele. “Ich möchte mal im Krankenhaus Hohenems oder Rankweil arbeiten.” Christian Pölzl ist ausgebildeter Krankenpfleger, betreut seinen Vater und suchte daher nach Methoden, die eigene Resilienz zu stärken, um langfristig unterstützen zu können. 1999 war er als Flüchtlingshelfer in Albanien. Aus der Faszination heraus, anderen zu helfen, entstand die Idee, ein Studium an der FHV aufzunehmen.

Auch Mitarbeiter verschiedener Gesundheitsberufe kamen nach Dornbirn. Vom Krankenpflegeverein (KPV) Nüziders war Ulli Schwarzhans da und vom KPV Rankweil Martina Meusburger. “Als mein Mann frühzeitig in Pension ging, gab ich ihm als gelernte Krankenschwester den Rat, sich sozial zu engagieren”, so Ulli Schwarzhans. “Das ist eine gute Übung, gesunde Distanz mit Empathie zu paaren.”
Häufig fehlen dem KPV personelle Kapazitäten. Hier hilft der Sozialverein Zeitpolster. Der ist durch einen Pool an Helfenden in der Lage, KPVen zu unterstützen. Am selben Stand wurde KiB vorgestellt. Diese Organisation hilft Kindern und Eltern. Notfallmamas und -papas springen ein, wenn bei Krankheit des Kindes oder der Eltern zu Hause Betreuung gebraucht wird.
Daneben hatte auch der Stand einer Zirkusdirektorin und eines Zirkuspädagogen Platz. Raffaela Gerer-Rudigier und ihr Mann Sebastian Gerer führen seit Jahren den Verein Zack & Poing und geben Zirkusworkshops.
“Alles in allem eine gelungene Mischung an “Workshops/Vorträgen, die Impulse geben, um eine eigene Strategie zu finden, mit belastenden Situationen besser umgehen zu können”, fand Arno Geiger, Studiengangsleiter Bachelor Gesundheits- und Krankenpflege an der FHV. GIS