Volksfest rund um die Historischen Schiffe

Ausflügler stürmten Hohentwiel und Oesterreich und genossen das große Rahmenprogramm
Hard Sie sind der Stolz des Bodensees, locken Sommer für Sommer Gäste aus aller Welt auf das Schwabenmeer und waren und sind Thema für unzählige Filmteams von James Bond bis zum japanischen Fernsehen: die historischen Schiffe Hohentwiel und Oesterreich, die es einmal im Jahr „bodenständig“ geben und zum Tag der offenen Tür einladen. Vorarlbergerinnen und Vorarlberger machten von dieser Einladung ausgiebig Gebrauch, stürmten die beiden Schiffe regelrecht und genossen bei Kaiserwetter auch das Rahmenprogramm und so entwickelte sich ein prächtiges Volksfest auf den Schiffen und im Hafengelände.

Auch am Grill Hauben-Niveau
Seit 15 Jahren ist Haubenkoch Heino Huber für die Bordgastronomie verantwortlich, die er 2011 auf ein neues Qualitätslevel gehoben hat. Beim Tag der offenen Tür bot er auch am Grill Hauben-Niveau: Dank „Würsten vom Virgler“, die nicht nur in Lustenau, sondern weit darüber hinaus als die besten gelten.

Auf dem Wasser und zu Land
Nostalgie wurde nicht nur auf dem Wasser geboten, auch zu Land hatte Markus Flatz, Geschäftsführer der Museumsschiff GesmH wieder für besondere Schmankerl gesorgt und neben seinem bekannten „Werbe-Oldtimer“ unter anderem von „Kapitänen der Landstraße“ auch außergewöhnliche Fahrzeuge auffahren lassen. Allen voran der Laffly, Baujahr 1912, aus dem Besitz des Montafoner Transportunternehmens Schennach.
Das 1858 gegründete französische Unternehmen Laffly produzierte ursprünglich Feuerwehrgeräte und Straßenbaumaschinen, ab 1989 erste Automobile und startet 1912 die Produktion von Nutz- und Militärfahrzeugen – der Laffly AR 5 von Schennach stammt aus dieser ersten Typenserie.

Transporte Vögel stellte dem drei jüngere Generationen gegenüber: Seniorchef Stefan erläuterte den Fiat (1970) und den Scania (2002) sein Sohn Herwig mit berechtigtem Stolz den nagelneuen Elektro-Mercedes, Baujahr 2026, der nicht nur umwelttechnisch eine neue Dimension erschließt, sondern auch sonst alle Stückchen spielt – so werden etwa Rückspiegel durch Videokameras ersetzt, die das Geschehen hinter dem Lkw auf Bildschirme übertragen.

Programm für Kinder
Neben anderen interessanten Fahrzeugen stach vor allem der goldene Kunstbus von Barbara Husar ins Auge. Während die Autofans sich für die Oldtimer interessierten, vergnügten sich die Kids bei Clown Pompo und beim Kinderschminken, aber vor allem auf den vielen Schiffen, denn an diesem Tag gab es nicht nur Hohentwiel und Oesterreich zu erkunden, sondern auch die Lädine St. Jakob, das Feuerwehrboot Föhn, das Boot der Seepolizei und der Wasserrettung.

Die „Großen“ genossen die musikalisch unter anderem von Ensembles der Musikschule Hard begleiteten Rundfahrten mit den beiden historischen Schiffen, lernten bei Schiffsführungen Hohentwiel und Oesterreich besser kennen oder holten sich am von Martin Uhlig betreuten Infozelt Infos und Bücher zur Hohentwiel. Dabei waren die Rundfahrten komplett ausgebucht – jeweils mehr als 300 Passagiere auf dem Dampfer, kaum weniger auf der Oesterreich – „mehr hätte keinen Sinn gemacht, es war auch so schon ganz schön eng“, freute sich Dampfer-Urgestein Robert Kössler und sein Kollege Fritz Köchle von der Oesterreich pflichtete ihm bei.
Stargast aus einer anderen Welt
Und dann war da noch ein ganz besonderes Schiff: Ein Nachbau der Lädine, Lastensegler, die ab dem 14. bis ins 20. Jahrhundert den Gütertransport auf dem Bodensee bewerkstelligten. Highlight dieser Rundfahrt: Passagiere durften dabei Segel setzen für „Volle Fahrt voraus“. STP


















