Leerstandsinitiative zeigt Wirkung: Diese Geschäfte und Lokale eröffnen in Bregenz

Fünf von sieben Projekten, die eingereicht wurden, erhalten eine Förderung.
Bregenz Es tut sich was in der Bregenzer Innenstadt. Seit Februar 2026 wurden für das Förderprogramm „Bregenz+“ sieben Projekte eingereicht, fünf davon haben eine Zusage erhalten, wie das Stadtmarketing auf Anfrage mitteilt. Zwei Betriebe – das Mediterrano Gourmet in der Kaiserstraße und der KI.Kiosk.International in der Belruptstraße – sind bereits gestartet.




Drei weitere Projekte befinden sich in Vorbereitung bzw. Umsetzung: Die französische Bäckerei Copain mit Filialen in Dornbirn und Hohenems zieht in die Hypopassage ein – dort wo zuletzt das Lokal Speiseladen war – und tritt dort unter dem Namen „Copain by the Girls“ auf. „Die Girls aus der Firma haben eine eigene GmbH gegründet und eröffnen eine Bäckerei mit Café und kleinen Mittagsgerichten“, erläutert Niklas Keller vom Wirtschaftsservice und Citymanagement beim Stadtmarketing Bregenz. Eine weitere Veränderung steht in der Kaspar-Hagen-Straße an. Das Café MISU wechselt auf die gegenüberliegende Straßenseite und erweitert im ehemaligen Sport-Eberle-Geschäft das Angebot um Wein und Abendprogramm. Zum fünften Projekt verrät das Stadtmarketing derzeit noch keine Details, “da noch nicht klar ist, ob der Mietvertrag zustande kommt”.


Ziel des Programms ist es, neue Unternehmen und kreative Konzepte nach Bregenz zu holen und Leerstände zu reduzieren. Die ausgewählten Projekte erhalten bis zu 10.000 Euro. Wer wie viel bekommt, entscheidet eine Jury aus Wirtschaftsstadtrat, WIGEM-Obmann und Stadtmarketing anhand eines Kriterienkatalogs. Die Förderung wird nicht in bar ausbezahlt, stattdessen können die Unternehmer bei Bregenzer Betrieben einkaufen bzw. deren Leistungen in Anspruch nehmen und die Rechnungen anschließend beim Stadtmarketing einreichen.



Dass unter den geförderten Projekten viele Gastronomiebetriebe sind, ist laut Niklas Keller kein Zufall: „Es ist im Moment extrem. Fast 50 Prozent aller Anfragen, die wir bekommen, sind Gastronomieanfragen. Die klassischen Retail-Anfragen von Textilern gehen hingegen weiter zurück”, berichtet er.

Damit der Branchenmix ausgewogen bleibt und das Einkaufserlebnis weiterhin im Vordergrund steht, gehe das Stadtmarketing auch aktiv auf Unternehmen zu. „Wir sprechen derzeit gezielt mit den Expansionsmanagern verschiedener Marken, machen auf verfügbare Flächen aufmerksam und helfen gegebenenfalls bei der Vermittlung“, so Niklas Keller.
Auch unabhängig von Bregenz+ gibt es Neuerungen in der Innenstadt. Fest steht bereits: In der ehemaligen Palmers-Filiale in der Kaiserstraße eröffnet am 3. Juli das Feldkircher Hutgeschäft „Dacapo by Etty“ eine Dependance in Bregenz.
