Elf Vereine, neun Winzer, ein Weinfestival

Lauterach wird am Freitag, 29. Mai, von 15 bis 22 Uhr, für einen langen Nachmittag wieder Winzerdorf.
Lauterach “Nach dem großen Erfolg unseres ersten Weinfestivals im Vorjahr war eine Wiederholung der einhellige Wunsch der damals Beteiligten – und so wird am Freitag von 15 bis 22 Uhr das Zentrum vor der Säge wieder zur Weinstraße”, ist Bürgermeister Elmar Rhomberg voller Vorfreude auf einen Event, der Potenzial für ein ständiges Festereignis in Lauterach hat. Rhomberg ergänzt, dass es aber auch “vor allem ein Fest für Lauteracher Vereine wird, denn elf davon arbeiten bei diesem Festival in einer Arge zusammen. Damit wollen wir den Zusammenhalt und das Vereinsleben in Lauterach stärken.”

Es habe sich im Vorjahr bestens bewährt und man habe das Konzept noch optimiert: Alle elf Vereine arbeiten an den Ständen in eine gemeinsame Kasse, aus der dann die Einnahmen unter den Vereinen verteilt werden. “Damit vermeiden wir Nachteile durch einen vielleicht schlechteren Standort und zudem sind nicht alle Vereine direkt mit der Weinverkostung beschäftigt, die Kegelsportler etwa betreuen den Getränkestand mit Mineralwasser u. dgl. und die Rieder Gilde ist mit Logistik betraut. Am Ende spielt das keine Rolle, wer was wo macht, jeder bekommt seinen Anteil aus dem gemeinsamen Topf“, so Rhomberg.

Lauterach hat Weintradition
Mit dem Festival wird die Gemeinde auch einer alten Tradition gerecht, denn Lauterach und Wein haben eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte, weiß Elmar Rhomberg mit Verweis auf die Gemeindechronik: Weinbau in Lauterach wurde schon 1249 in Dokumenten von Papst Innozenz IV. in einem Schutzbrief für das Kloster Bregenz erwähnt. Später ist unter den Grafen von Montfort von Weingütern in Lauterach die Rede, mehr als ein Dutzend Weingärten sind urkundlich nachgewiesen. Flurnamen wie Wingart oder die Weingartstraße zeugen von einstigem Weinbezug.

Ein paar weinselige Stunden
“Lauterach war einst ein Winzerdorf”, stellt der Gemeindechef klar, und es sei deshalb nur recht und billig, für ein paar gemütliche Stunden diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Dafür ist am Freitag die Hofsteigstraße zwischen Rathaus und Vereinshaus gesperrt, Straße und angrenzende Parkplätze mit Ständen, Tischen und Bänken bestückt und für ein paar weinselige Stunden reserviert. STP

