“Wer sich gut vorbereitet hatte, erlebte keine Überraschung”

Stimmungsbilder von der schriftlichen Reifeprüfung lassen auf erfreuliche Ergebnisse schließen.
Bludenz, Götzis, Bregenz Die vollständigen Zahlen samt Analyse veröffentlicht das Bildungsministerium erst in einigen Wochen, erste Eindrücke und Stimmungen von der schriftlichen Matura lassen sich jedoch bereits jetzt einfangen. Fazit einer stichprobenartigen VN-Umfrage: Die schriftliche Reifeprüfung ist in Vorarlberg laut Eindruck der Befragten gut ausgefallen.
Von wegen Angstfach
Selbst das traditionelle “Angstfach” Mathematik scheint dieses Jahr seinen Schrecken verloren zu haben. “Ich habe einige Rückmeldungen bekommen, und diese waren erfreulicher Natur”, erzählt Freddy Wittwer (48), langjähriger Sprecher der Vorarlberger AHS-Mathematiklehrer. “Es war fair, sind sich alle einig. Wer sich gut vorbereitet hatte, erlebte keine Überraschung. Es kam das, was geübt werden konnte.” An Wittwers Schule, dem BG Bludenz, lag die Durchfallsquote bei der schriftlichen Klausur unter zehn Prozent. “Andererseits verzeichneten wir heuer mehr Einser und Zweier als im Vorjahr”, ergänzt der Mathe-Professor. Wittwer führt das auf die professionelle Vorbereitung der Schüler durch seine Lehrerkollegen zurück.

Am BG Bludenz mussten laut Wittwer nur 20 der insgesamt 110 Kandidatinnen und Kandidaten zu Kompensationsprüfungen antreten.
Freude am BORG Götzis
Nur in Englisch sei eine Hörübung als schwierig empfunden worden, berichtet Klaus König (56), Direktor am BG Blumenstraße Bregenz. “In Mathematik fiel das Ergebnis normal aus, in Deutsch hätte die Auswahl der Texte etwas besser ausfallen können”, fasst König weitere Eindrücke der diesjährigen Klausuren an seiner Bildungsstätte zusammen. Nur acht Kompensationsprüfungen für Kandidatinnen und Kandidaten, die in einem oder mehreren Fächern durchfielen, gab es an der Blumenstraße in diesem Jahr.

“Ich kann sagen, dass wir ein besseres Ergebnis haben als im Jahr zuvor”, zeigt sich BORG Götzis-Direktor Edgar Mayrhofer (62) mit dem Ausgang der schriftlichen Reifeprüfung an seiner Schule äußerst zufrieden. “Einige Kandidatinnen und Kandidaten haben sich sogar im Vergleich zu ihrer Jahresnote verbessert. Nur je ein Schüler unserer zwei Klassen muss zu den Kompensationsprüfungen antreten.”

Subjektive Wahrnehmung
Zufriedenheit bringt auch AHS-Landesschulsprecherin Josefine Müller zum Ausdruck. “Natürlich hat jeder und jede seine bzw. ihre eigenen Eindrücke von der Matura. Aber ich kann allgemein festhalten, dass die Mathe-Matura wohl leichter war als die letztjährige, dafür war Deutsch anspruchsvoller.”
