Wie unser Handeln den Regenwald in Kolumbien beeinflusst

Klimabündnis Vorarlberg gastiert mit Erlebnisausstellung zum Klima im BG Lustenau.
Lustenau Unter dem Motto “Welche Auswirkungen hat unser Handeln auf den Regenwald in Kolumbien?” lud das Klimabündnis Vorarlberg zur Eröffnung der Ausstellung “klima:verbündet” ins Bundesgymnasium Lustenau ein. “Wir sind eine ganze Woche mit unserer Erlebnisausstellung an der Schule und führen die einzelnen Klassen durch. Heute Abend öffnen wir die Ausstellung für die breite Öffentlichkeit, damit auch Sie mehr darüber erfahren können”, erklärte Julia Weingärtner vom Klimabündnis Vorarlberg. Direktorin Carmen Timmerer begrüßte die Verantwortlichen der Ausstellung sowie die Gäste herzlich. “Schule ist nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch ein Ort der Verantwortung”, betonte sie bei der Eröffnung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung zu übernehmen, und werden für Klimathemen sensibilisiert.

Klimaschutz genießt hohen Stellenwert
“Es freut mich, dass so viele Schüler, Eltern und Gäste gekommen sind, um die Ausstellung zu besuchen”, sagte Umwelt- und Klimaschutzgemeinderat Simon Vetter (Grüne). Es sei wichtig, Klimaschutz nicht als lästiges Problem abzutun, sondern zu verdeutlichen, dass unser Handeln hierzulande Auswirkungen auf andere Regionen der Welt hat, oft zeitlich und räumlich versetzt. “Treibhausgase, die wir ausstoßen, betreffen häufig Regionen, die weit entfernt sind”, hob Vetter hervor.

Am Beispiel der kolumbianischen Region Chocó werde deutlich, wie sich das Klima verändert. Denn wir sind alle auf der Welt miteinander verwoben. Auch Bürgermeister Patrick Wiedl (ÖVP), Gemeinderätin Eveline Mairer (Grüne) sowie Rudi Alge, Leiter der Umweltabteilung Lustenau, besuchten die Ausstellung. Obmann Georg Künz vom Klimabündnis Vorarlberg erläuterte die Gründung des Bündnisses und appellierte an die Gäste: “Kinder sind diejenigen, die das Klima weitertragen.” Die zentrale Botschaft der Ausstellung lautete: Wenn wir das Weltklima retten wollen, muss der Regenwald erhalten bleiben.

Schüler als Klimaexperten
Die Schüler des Bundesgymnasiums in Lustenau haben sich bereits im Vorfeld intensiv mit Klimazonen, dem Treibhauseffekt und den Veränderungen des Klimas beschäftigt. “Wir haben gelernt, dass jeder Einzelne dazu beitragen kann, den CO2-Ausstoß zu verringern”, berichtete Schülerin Fina. Auch konkrete Ideen, wie sie persönlich zum Klimaschutz beitragen können, wurden gesammelt. “Wir sollten weniger mit dem Auto fahren und stattdessen öfter öffentliche Verkehrsmittel nutzen”, schlug Schüler Eugen vor. Weitere Anregungen waren, das Licht auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird, den Fleischkonsum zu reduzieren und mehr Wege zu Fuß zurückzulegen.

Ziel: Energieautonomie bis 2050
Bereits 2009 hat der Vorarlberger Landtag beschlossen, dass Vorarlberg bis 2050 energieautonom werden soll. Das heißt, die gesamte im Land verbrauchte Energie soll auch im Land erzeugt werden. Vorarlberg ist auf einem guten Weg, dieses Ziel zu erreichen. Dennoch sind die Anstrengungen aller notwendig, um die Erderwärmung im eigenen Wirkungskreis einzudämmen. Die Ausstellung im Bundesgymnasium Lustenau ist noch bis Ende der Woche zu besichtigen.BVS




