Kasermandl im Doppelpack für Alpenkäse

Wahrer Goldregen für Vorarlbergs Senner und Milchverarbeiter in Wieselburg.
Bezau, Wieselburg Die Wieselburger Messe, die an vier Tagen wieder rund 26.000 Besucher anlockte, war für mehr als 250 Aussteller aus Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd eine umfassende Bühne, vor allem aber Österreichs größte und wichtigste Produktprämierung. Fast 4000 Produkte von bäuerlichen Produzenten wurden in rund einem Dutzend Kategorien der Jury vorgelegt. Vergeben wurden dabei unter anderem das Goldene Stamperl für Liköre und Brände, die Goldene Honigwabe, die Goldene Birne für Moste, Säfte u. dgl. oder die “Kaiser” für Speck, Brot, Pasta, Öl, Fisch und Wild sowie das Goldene Starnitzel und das Goldene Blunzenkranzl. Die Königsklasse der Prämierungen war aber unbestritten das Goldene Kasermandl. Mit diesem hat es in Wieselburg begonnen, die anderen Produkte kamen erst im Laufe der Jahre nach und nach dazu.

Dementsprechend eindrucksvoll war auch die Zahl der Einreichungen für die Prämierung von Käseprodukten – sozusagen eine XX-Large-Version der Schwarzenberger Käseprämierung: Fast 150 Produzenten hatten in 15 Kategorien – von den Klassikern Schnitt-, Hart- und Weichkäse angefangen bis zu Butter oder Joghurt – rund 450 Proben eingereicht.

Mehr als 100 Medaillen
Vorarlbergs bäuerliche Produzenten, Produktionsgemeinschaften, Sennereien und Kleinkäsereien sowie -molkereien konnten dabei – vor allem bei Hart-, Schnitt- und Weichkäse – ihre Spitzenposition nicht nur behaupten, sondern sogar noch ausbauen: Die 30 Vorarlberger Einreicher heimsten nicht weniger als 101 Medaillen (im Vorjahr waren es 92) ein, davon 68 in Gold, und vor allem der Bregenzerwald bestätigte sich mit 47 Goldmedaillen für 20 Produzenten als Österreichs Käsehochburg.

“Doppelpack-Premiere”
Bemerkenswert war dabei das Abschneiden von Alpenkäse Bregenzerwald, denn erstmals gab es bei einer Prämierung in Wieselburg zwei Kasermandl für den gleichen Betrieb: Senn Richard Flatz und sein Team errangen das Goldene Kasermandl in der Kategorie Schnittkäse, und sein Kollege Johannes Fink war beim Weichkäse erfolgreich.

Johannes Fink ist Meistersenn in der Traditionssennerei Schnepfau, die vor zwei Jahren von Alpenkäse übernommen und auf Weichkäseproduktion umgestellt wurde, schon in seinem ersten Jahr in Schnepfau Goldmedaillen holte und jetzt mit dem Kasermandl diesen Erfolg noch toppte. Abgerundet wurde der Alpenkäse-Erfolg mit weiteren fünf Gold- und drei Silbermedaillen.
Spitzenqualität bestätigt
Auch beim Hartkäse war das Goldene Kasermandl fest in Wälder Hand: Daniel Fink und sein Team der Sennerei Riefensberg holten so wie schon 2024 den Kategoriensieg und damit das Kasermandl in den Vorderwald. Zwei weitere Goldmedaillen untermauerten, dass Meistersenn Daniel Fink endgültig in der Käse-Champions-League angekommen ist.
Das vierte Vorarlberger Kasermandl ging auf das Konto der Dorfsennerei Schlins-Röns, die die Trophäe in der Kategorie Butter erreichte. Viermal Gold und einmal Silber ergänzten die Ausbeute der Walgauer.
Medaillenhamster Langenegg
Die Liste der Medaillengewinner wird – so wie im Vorjahr – von Christoph Schwarzmann und dem Team der Sennerei Langenegg angeführt. In Schwarzmanns Trophäenschrank stehen bereits vier Kasermandl, statt des fünften kamen heuer zehn goldene und eine silberne Medaille hinzu.
Reiche Beute gab es weiters für Schoppernau (viermal Gold, viermal Silber), Sibratsgfäll (4 + 2) und die Alma (4). Drei Goldene gab es für Andelsbuch, neun Produzenten holten jeweils zwei, zehn weitere je eine Goldene. STP






