Dornbirn bekommt für ein Wochenende ein neues Wahrzeichen

Das große Stadtfest zum 125-Jahr-Jubiläum ist gestartet.
Dornbirn Noch sind es wenige Stunden bis zur offiziellen Eröffnung, doch in Dornbirns Innenstadt liegt bereits am Freitagnachmittag Feststimmung in der Luft. Die Temperaturen erinnern eher an einen Badetag als an ein Stadtfest. Trotzdem zieht es die kleine Emmi gemeinsam mit ihrer Mama Steffi Steinbauer und ihrer Oma Herti Schlatter nicht ins Schwimmbad. Der Grund ragt weithin sichtbar vor dem Rathaus in den Himmel – ein großes Riesenrad. “Ich wollte unbedingt damit fahren”, sagt die junge Besucherin und strahlt nach ihrer Fahrt übers ganze Gesicht. Für drei Tage wird das “Dornbirn Eye” zum wohl auffälligsten Wahrzeichen des Jubiläumsfestes und bietet einen besonderen Blick über die Stadt.

Ein Jubiläum für die ganze Stadt
Während die ersten Gäste eintreffen, laufen vielerorts noch die letzten Vorbereitungen. Anna Kisser und Andreas Liebhart von der Raiffeisenbank Dornbirn schleppen Bänke an ihren Stand. Nur wenige Meter entfernt sind Marty Rauch, Klaus Lingg und Christoph Winkler mit Feinarbeiten am Stadtstand beschäftigt. Kabel werden verlegt, Tafeln ausgerichtet und letzte Details kontrolliert. Die Anspannung weicht dabei zunehmend der Vorfreude auf ein Wochenende, das ganz im Zeichen von 125 Jahren Stadterhebung steht.

Von Ruhe ist an anderen Orten aber längst keine Spur mehr. Am Stand der Tanzschule Hieble wird bereits vor dem offiziellen Start getanzt. Mehrere Besucher probieren sich begeistert im Line Dance. “Wir bieten an allen drei Tagen stündlich einen anderen Tanzstil zum Mitmachen an”, erklärt Juanita Hieble. Ob Anfänger oder Fortgeschrittene – jeder ist eingeladen, einfach einzusteigen und neue Schritte auszuprobieren.

Ein paar Schritte weiter empfängt der Verein Engel ohne Flügel seine Gäste mit türkischem Kaffee, hausgemachter Engelslimonade und orientalischen Spezialitäten. Die ehrenamtliche Initiative besucht regelmäßig Pflege- und Seniorenheime in Vorarlberg und nutzt das Stadtfest, um ihre Arbeit vorzustellen. Auch die Kulturecke der ATIB Dornbirn setzt auf orientalische Gastfreundschaft mit Baklava, Henna-Tattoos und Kunstvorführungen.


Vor dem Kapuzinerkloster wird es hingegen überraschend naturnah. Die Dornbirner Forstleute präsentieren gemeinsam mit Partnern Wissenswertes rund um Wald und Holz. Besucher können wettnageln, auf Bäume klettern oder historische “Mondzusäge”-Wettkämpfe ausprobieren. Sogar einen künstlich angelegten Wasserfall bzw. Bach hat die Wildbach- und Lawinenverbauung für das Fest direkt vor dem Kloster angelegt.

Die Innenstadt wird zur Festmeile
Das dreitägige Stadtfest gilt als Höhepunkt des Jubiläumsjahres. Bis Sonntag verwandelt sich die Innenstadt in eine große Erlebniszone mit Musik, Tanz, Kulinarik, Geschichte, Sport und Begegnungen. An allen drei Tagen warten unter anderem Live-Musik, Straßenkünstler, Rikschafahrten, Ausstellungen, Kinderprogramme, Mitmachstationen und zahlreiche Vereinsaktivitäten auf die Besucher.
Das gesamte Programm und Infos gibt es unter: https://125jahre.dornbirn.at/event/blasmusik-sternenmarsch/ cth






