Nach Bombendrohungen an Vorarlberger Bahnhöfen: So wurden die Täter bestraft

VN / 23.06.2026 • 21:39 Uhr
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Hinter der Bombendrohung am Bahnhof Bregenz im Jahr 2024 steckte ein 20-jähriger Schweizer.shourot

Detonationen wurden bereits im Jahr 2024 an den Bahnhöfen Bregenz und Feldkirch angekündigt – aus teils skurrilen Motiven.

Bregenz, Feldkirch Im April 2024 kündigte ein Betrunkener über sein Handy an zwei Tagen hintereinander bei der Notrufzentrale an, beim Bahnhof Feldkirch eine Bombe zu platzieren. Das Gebiet wurde großräumig evakuiert. Doch schon bald konnte der Mann, ein siebenfach vorbestrafter Obdachloser, über sein Mobiltelefon ausgeforscht werden.

Wollte Schlafplatz im Gefängnis

Er wurde noch im selben Jahr am Landesgericht Feldkirch wegen gefährlicher Drohung mit Sprengmitteln zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten verurteilt. Erschwerend waren seine zahlreichen Vorstrafen, mildernd sein reumütiges Geständnis und die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit.

So war sein Motiv für die Tat doch recht außergewöhnlich: Beim Prozess gab er an, er habe einen Schlafplatz gesucht, den er sich durch die Drohungen im Gefängnis erhoffte. Eine Hoffnung, die sich für ihn erfüllen sollte.

20-jähriger Täter aus der Schweiz

Noch viel gravierender jedoch waren die Auswirkungen, die ein 20-jähriger Schweizer im selben Jahr durch Bombendrohungen verursacht hatte. Der junge Mann hatte insgesamt österreichweit 27 anonyme Bombendrohungen versandt, die dabei stets per E-Mail eingegangen waren. Insbesondere Bahnhöfe – darunter auch jene in Bregenz und Feldkirch – waren stark betroffen. Zuletzt gingen von ihm auch Drohungen gegen Schulen und Einkaufszentren ein.

Haftstrafe auf Bewährung

Der Eidgenosse wurde jedoch nicht nach Österreich ausgeliefert, sondern in der Schweiz verurteilt. Wegen des Vorwurfs des mehrfachen falschen Alarms, versuchter Nötigung, versuchter Gewalt oder Drohung gegen Behörden oder Beamte und der mehrfachen falschen Anschuldigung lautete das Urteil gegen ihn auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten mit einer Probezeit von drei Monaten.