Großer Andrang bei Fußballsticker-Tausch in Lustenau

VN / 10.07.2026 • 15:22 Uhr
Abuschy (11), Laurent (9) und Pius (10) tauschten ihre Sticker und verrieten, nach welchen Regeln das funktioniert.
Abuschy (11), Laurent (9) und Pius (10) tauschten ihre Sticker und verrieten, nach welchen Regeln das funktioniert.Bernadette von Sontagh

Sticker-Tauschbörse und gemeinsames Fußballschauen zogen viele Besucher an.

Lustenau Am Dienstagnachmittag herrschte reges Treiben beim ehemaligen Kindergarten der Hannes-Grabher-Siedlung in Lustenau. Grund dafür war die Panini-Sticker-Tauschbörse, die bereits zum zweiten Mal stattfand. “Schon vergangene Woche kamen so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu uns, dass wir beschlossen haben, das Event zu wiederholen”, berichtet Sandra Wohlgenannt von Zusammen.Leben erfreut. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung sowie der OK-JA! Lustenau wurde ein Treffpunkt geschaffen, an dem junge Fußballfans ihrer Sammelleidenschaft nachgehen konnten, und das mit großer Begeisterung. Mit Listen der noch fehlenden Sticker im Gepäck wurde eifrig getauscht und um die begehrtesten Karten für das WM-Stickeralbum gefeilscht.

Birgit tauschte für ihre Kinder, die leider nicht kommen konnten.
Birgit tauschte für ihre Kinder, die leider nicht kommen konnten.

Klare Tauschregeln sorgen für Fairness

“Es ist ganz einfach: Karten von Stars wie Messi, Mbappé oder Lamine Yamal sind besonders begehrt, da muss man schon mal drei oder vier andere Sticker anbieten, um eine zu bekommen”, erklärt der neunjährige Laurent. Ansonsten gelte das Prinzip: Für einen Sticker gibt es einen anderen. Auch Birgit, die mit einer handgeschriebenen Liste für ihre Kinder zur Tauschbörse kam, bestätigt dieses Vorgehen. Laurent selbst hat durch einen Freund von der Tauschbörse erfahren und ist kurzerhand mit dem Fahrrad vorbeigekommen.

Ayhan zeigt stolz eine seiner vollen Seiten.
Ayhan zeigt stolz eine seiner vollen Seiten.

Erfolgreiche Tauschgeschäfte und kreative Finanzierung

Hochkonzentriert wechselten die Fußballsticker ihre Besitzer. Ayhan (9) zeigte sich zufrieden: Er konnte viele neue Sticker ergattern. Auch Theo war erfolgreich, seine Sticker finanziert er sich hauptsächlich durch Gartenarbeit. “Ich helfe zu Hause mit und vereinbare im Voraus, wie viele Sticker ich dafür bekomme”, erzählt er lachend. Abuschy (11) erzählte, dass er meistens in der Schule seine doppelten Fußballkarten tauscht. “Ich kaufe mir die Sticker mit meinem Taschengeld. Manchmal krieg ich auch von meinem Papa welche. Nun fehlen mir noch gut 80 Karten von den rund 980 Stickern.” Am Tisch nebenan tauscht gerade Pius (10). Ihm fehlen nur noch 15 Stück, wie er verrät.

Die Erwachsenen verfolgten beeindruckt die Tauschgeschäfte.
Die Erwachsenen verfolgten beeindruckt die Tauschgeschäfte.

Siedlung öffnet ihre Türen für alle

Sandra Wohlgenannt, verantwortlich für das Zusammenleben in der Siedlung, zeigte sich begeistert über die positive Resonanz. “Viele Besucher kamen an beiden Terminen, um gemeinsam Sticker zu tauschen oder Fußballspiele zu verfolgen”, berichtet sie. Neben dem Stickertausch luden die OK-JA! und Zusammen.Leben nämlich auch zum gemeinsamen Mitfiebern bei den Fußballspielen ein. “Die Idee für dieses Event stammt von den Bewohnern selbst. Wir wollten die Türen für alle öffnen”, betont Wohlgenannt. Denn Sport verbindet Generationen und Kulturen gleichermaßen. Die Kinder der Siedlung gestalteten Flyer für die Tauschbörse und das gemeinsame Fußballschauen, die sie eifrig verteilten. Auch die Frauen der Aktiv-Gruppe unterstützten die Veranstaltung. Türkische Spezialitäten und kühle Getränke rundeten den gelungenen Nachmittag ab.BVS

Die HG-Siedlung war Treffpunkt für fußballbegeisterte Kinder.
Die HG-Siedlung war Treffpunkt für fußballbegeisterte Kinder.
Einen großen Sack mit doppelten Stickern wurden getauscht.
Ein großer Sack mit doppelten Stickern wurde getauscht.
Lini begleitete ihren Sohn zur Sticker-Tauschbörse.
Lini begleitete ihren Sohn zur Sticker-Tauschbörse.
Interessiert schauten sie sich die Sticker durch.
Interessiert schauten sie sich die Sticker durch.
Die Brüder Liam und Bernard kamen vorbei und tauschten Sticker.
Die Brüder Liam und Bernard kamen vorbei und tauschten Sticker.
Pius hat eine ganze Liste mitgebracht.
Pius hat eine ganze Liste mitgebracht.
Bei besonders starken Karten war Verhandlungsgeschick gefragt.
Bei besonders starken Karten war Verhandlungsgeschick gefragt.
Hannes und Pius freuten sich, dass sie ihr Heft füllen konnten.
Hannes und Pius freuten sich, dass sie ihr Heft füllen konnten.
Auch am ersten Termin vor einer Woche war der Andrang groß. (Quelle: Wohlgenannt)
Auch am ersten Termin vor einer Woche war der Andrang groß. (Quelle: Wohlgenannt)
Auch am ersten Termin vor einer Woche war der Andrang groß. (Quelle: Wohlgenannt)
Auch am ersten Termin vor einer Woche war der Andrang groß. (Quelle: Wohlgenannt)
Jeder der wollte, durfte sich auch das Spiel gemeinsam mit den anderen anschauen.
Jeder, der wollte, durfte sich auch das Spiel gemeinsam mit den anderen anschauen.
Claudio Herburger (OK-JA!) mit Sandra Wohlgenannt (Zusammen.Leben) und Bewohnerin Ilknur. Sie freuten sich über das mehr als gelungene Zusammentreffen.
Claudio Herburger (OK-JA!) mit Sandra Wohlgenannt (Zusammen.Leben) und Bewohnerin Ilknur. Sie freuten sich über das mehr als gelungene Zusammentreffen.