Großer Andrang bei Fußballsticker-Tausch in Lustenau

Sticker-Tauschbörse und gemeinsames Fußballschauen zogen viele Besucher an.
Lustenau Am Dienstagnachmittag herrschte reges Treiben beim ehemaligen Kindergarten der Hannes-Grabher-Siedlung in Lustenau. Grund dafür war die Panini-Sticker-Tauschbörse, die bereits zum zweiten Mal stattfand. “Schon vergangene Woche kamen so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu uns, dass wir beschlossen haben, das Event zu wiederholen”, berichtet Sandra Wohlgenannt von Zusammen.Leben erfreut. Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Siedlung sowie der OK-JA! Lustenau wurde ein Treffpunkt geschaffen, an dem junge Fußballfans ihrer Sammelleidenschaft nachgehen konnten, und das mit großer Begeisterung. Mit Listen der noch fehlenden Sticker im Gepäck wurde eifrig getauscht und um die begehrtesten Karten für das WM-Stickeralbum gefeilscht.

Klare Tauschregeln sorgen für Fairness
“Es ist ganz einfach: Karten von Stars wie Messi, Mbappé oder Lamine Yamal sind besonders begehrt, da muss man schon mal drei oder vier andere Sticker anbieten, um eine zu bekommen”, erklärt der neunjährige Laurent. Ansonsten gelte das Prinzip: Für einen Sticker gibt es einen anderen. Auch Birgit, die mit einer handgeschriebenen Liste für ihre Kinder zur Tauschbörse kam, bestätigt dieses Vorgehen. Laurent selbst hat durch einen Freund von der Tauschbörse erfahren und ist kurzerhand mit dem Fahrrad vorbeigekommen.

Erfolgreiche Tauschgeschäfte und kreative Finanzierung
Hochkonzentriert wechselten die Fußballsticker ihre Besitzer. Ayhan (9) zeigte sich zufrieden: Er konnte viele neue Sticker ergattern. Auch Theo war erfolgreich, seine Sticker finanziert er sich hauptsächlich durch Gartenarbeit. “Ich helfe zu Hause mit und vereinbare im Voraus, wie viele Sticker ich dafür bekomme”, erzählt er lachend. Abuschy (11) erzählte, dass er meistens in der Schule seine doppelten Fußballkarten tauscht. “Ich kaufe mir die Sticker mit meinem Taschengeld. Manchmal krieg ich auch von meinem Papa welche. Nun fehlen mir noch gut 80 Karten von den rund 980 Stickern.” Am Tisch nebenan tauscht gerade Pius (10). Ihm fehlen nur noch 15 Stück, wie er verrät.

Siedlung öffnet ihre Türen für alle
Sandra Wohlgenannt, verantwortlich für das Zusammenleben in der Siedlung, zeigte sich begeistert über die positive Resonanz. “Viele Besucher kamen an beiden Terminen, um gemeinsam Sticker zu tauschen oder Fußballspiele zu verfolgen”, berichtet sie. Neben dem Stickertausch luden die OK-JA! und Zusammen.Leben nämlich auch zum gemeinsamen Mitfiebern bei den Fußballspielen ein. “Die Idee für dieses Event stammt von den Bewohnern selbst. Wir wollten die Türen für alle öffnen”, betont Wohlgenannt. Denn Sport verbindet Generationen und Kulturen gleichermaßen. Die Kinder der Siedlung gestalteten Flyer für die Tauschbörse und das gemeinsame Fußballschauen, die sie eifrig verteilten. Auch die Frauen der Aktiv-Gruppe unterstützten die Veranstaltung. Türkische Spezialitäten und kühle Getränke rundeten den gelungenen Nachmittag ab.BVS











