Diese Fachlehrer suchen Vorarlberger Schulen aktuell ganz besonders
Es werden alle plangemäß vorgesehenen Stunden besetzt, sagt die Bildungsdirektion.

Bregenz Alle Jahre wieder: Die Vorarlberger Bildungslandschaft sucht Pädagoginnen und Pädagogen. Auch heuer gibt es noch Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern. Aktuell sind es schultypenübergreifend 36 Stellen, die es für das Schuljahr 2026/2027 zu besetzen gilt. “Die Zahl der noch gesuchten Lehrer bewegt sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres”, berichtet Elisabeth Mettauer, Leiterin der Kommunikation in der Vorarlberger Bildungsdirektion. Nachsatz: “Aber wir standen schon vor größeren personellen Herausforderungen.”
Suche über den Sommer
Am angespanntesten ist die Situation bei den Volksschulen. Dort sind noch zwölf Stellen zu besetzen, das entspricht insgesamt acht Vollzeit-Beschäftigten. “Das Anstellungsspektrum reicht von fünf Stunden bis zu einer vollen Lehrverpflichtung von 22 Stunden”, erklärt Mettauer. In der Mittelschule sind noch zehn Stellen nicht besetzt, in den Polytechnischen Schulen eine, in den Allgemeinen Sonderschulen zwei, an den höheren Schulen (Gymnasien und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen) elf.

Die noch zu besetzenden Stellen werden über den Sommer ausgeschrieben. Und auch wenn der Fokus auf ausgebildete Lehrpersonen liegt, so sind auch qualifizierte Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger willkommen.
Plan B sind Überstunden
Sollten zu wenige Bewerberinnen und Bewerber gefunden werden, müssen die Schulen an ihrem Standort Lösungen finden. “Das geschieht hauptsächlich durch Mehrdienstleistungen”, betont Mettauer.
Bemerkenswert, welche Gegenstände aktuell Mangelfächer sind. “Es besteht derzeit ein großer Bedarf an Deutschlehrern”, sagt die Sprecherin der Vorarlberger Bildungsdirektion. Gesucht wird jedoch auch Personal für die Fächer Religion und Musik.

Keine Plakate im Burgenland
Besetzt sind bereits jetzt alle Schulleiterposten. “Wir führen das darauf zurück, dass wir Informationsveranstaltungen zur Bewerbung von Direktoren-Posten durchgeführt haben. Wir haben potenzielle Interessenten dazu eingeladen und diese umfassend über Aufgaben, Pflichten, aber auch Vorzüge von Leiterstellen informiert. Das hat offensichtlich Früchte getragen.”
Bei der Bewerbung für Lehrerstellen in Vorarlberg haben die Verantwortlichen laut Mettauer auf Plakataktionen in anderen Bundesländern verzichtet. Vor zwei Jahren sorgte eine solche im Burgenland für einiges Aufsehen und Kritik der lokalen Schulbehörden.

“Heuer konzentrieren wir uns bei den Bewerbungen ganz auf Vorarlberg. Die von uns bespielten Social-Media-Kanäle kennen freilich keine Bundesländer-Grenzen.”