Was ihr Vater aufgebaut hat, führt Sabine Konzett weiter: „Mein Papa ist an meiner Seite“

VN / 24.07.2026 • 07:00 Uhr
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Sabine Konzett hat am 1. Juni die Leitung der Franz-Josef-Hütte von ihrem Vater Franz Josef Konzett übernommen. Bilder: VN/JUN

VN-Hüttenserie (3/5): Die Franz-Josef-Hütte ist seit jeher ihr Zuhause. Nun hat Sabine Konzett den Familienbetrieb von ihrem Vater übernommen.

Fontanella Seit 48 Jahren bewirtschaftet die Familie Konzett die Franz-Josef-Hütte oberhalb von Faschina. Was Franz Josef aufgebaut hat, führt seit Juni seine Tochter Sabine Konzett (28) weiter. Sie ist auf der Hütte groß geworden, die seit jeher ihr Zuhause ist.

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Für Sabine Konzett war es klar, dass sie einmal die Franz-Josef-Hütte übernehmen wird.
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Die Franz-Josef-Hütte wurde mit den Jahren erweitert.

Franz Josef Konzett eröffnete 1978 eine kleine Hütte mit Ausschank im Skigebiet Faschina. Nach und nach wurde die Hütte erweitert und an den Altbestand angebaut. Mittlerweile verfügt die Franz-Josef-Hütte über 84 Betten in zwölf Zimmern. Dabei achtet Sabine Konzett darauf, dass sich keine Fremden ein Zimmer teilen müssen, sodass die Gäste ihre Privatsphäre genießen können.

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Sabine Konzett besuchte die Tourismusschule Bludenz.
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Die große Terrasse ist sonnenverwöhnt.

Sabine Konzett, die die Tourismusschule in Bludenz besuchte, wollte die Hütte schon immer übernehmen. Sie betont, dass ihr Vater sie nie unter Druck gesetzt oder ihr die Entscheidung aufgezwungen habe. Der 77-Jährige unterstützt seine Tochter weiterhin: „Was ich kann, mache ich noch“, sagt Franz Josef Konzett.

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Von der Mittelstation geht es auf einfachen Wegen gemütlich zur Hütte.
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Im Stafelalpsee spiegelt sich das Glatthorn.

„Entscheidungen werden gemeinsam getroffen“, erklärt Sabine Konzett. „Ich habe vom Papa noch nie das Feedback bekommen, dass wir etwas nicht machen sollen.“ Die gegenseitige Akzeptanz und den Input von beiden Seiten schätzt sie. „Mein Papa ist an meiner Seite, egal mit welcher Idee ich gekommen bin.“

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Die Hütte ist Sabines Zuhause.
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Franz Josef Konzett hat die Hütte vor 48 Jahren für die Skifahrer gebaut.

Unterstützung von Freunden und Familie

Große Änderungen plant sie nicht. „Ich will es erst einmal so belassen, wie es ist.“ Im Winter herrscht Selbstbedienung, im Sommer werden die Gäste bedient. Neben ihrem Vater helfen auch ihre Mutter und ihre Cousine im Familienbetrieb mit. „Ich kann mich glücklich schätzen, dass mich Freunde und Familie unterstützen und ich auf sie zählen kann. Das schätze ich sehr“, sagt die 28-Jährige.

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VN-Redakteurin Julia Böcken wanderte bis zur Mittelstation hinauf und ging abwärts den Murmelweg entlang.
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Von der Hütte ist es schätzungsweise eine halbe Stunde bis Faschina.

Sabine Konzett genießt die Ruhe auf 1704 Metern Höhe. „Die Gäste können hier aufatmen und dem Alltag entfliehen.“ Die Hütte sei ein Ort zum Abschalten und auch bei Schlechtwetter eine Wanderung wert. Besonders zu empfehlen sei der Salat mit hausgemachten Kaspressknödeln.

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Der Weg hinunter ist bis zur Stafelalpe breit.

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Der Winter sei nach wie vor die Hauptsaison, doch der Sommertourismus habe stark zugenommen. „Es ist ein kleines, feines Familienskigebiet im Winter“, sagt die Hüttenwirtin, und im Sommer ein familienfreundliches Wandergebiet. Mit dem Sessellift Stafelalpe erreicht man die Franz-Josef-Hütte von der Mittelstation aus in wenigen Minuten. Ab der Mittelstation können Kinder auf dem neu angelegten Murmelweg an sieben Stationen die Welt der Murmeltiere erkunden. Die Holzmurmeln erhalten sie an der Talstation.

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Oben auf dem Grat schlängelt sich der Blumenlehrpfad entlang.
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Am Stafelalpsee laden Bänke und Liegen zum Verweilen ein.

Etliche Wandermöglichkeiten

Wer auf direktem Weg über die Stafelalpe zur Hütte hinaufwandern möchte, muss 220 Höhenmeter und zwei Kilometer bewältigen. Der kinderfreundliche Weg führt am etwas versteckt gelegenen Stafelalpsee vorbei. Über der Franz-Josef-Hütte thront das Glatthorn mit seinem markanten Gipfelkreuz. Der blau-weiß markierte Wanderweg dorthin erfordert jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Alternativ bietet sich der Blumenlehrpfad ab der Mittelstation an. Die Lehrtafeln werden regelmäßig aktualisiert, sodass sich die jeweils blühenden Pflanzen leicht bestimmen lassen.

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Die 28-Jährige ist froh über die Unterstützung der Familie.
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Auch innen bietet die Franz-Josef-Hütte genügend Sitzplätze.

Die Franz-Josef-Hütte hat bis Oktober geöffnet, Ruhetage gibt es keine. Franz Josef Konzett ist dort noch regelmäßig anzutreffen. „Ich bin gerne da“, sagt der gelernte Maurer. Wirt zu sein habe er nie gelernt. Er habe sich damals nur gedacht, dass im Skigebiet etwas fehle, und deshalb die Hütte gebaut, die anfangs nur im Winter geöffnet hatte. Die Übergabe an die nächste Generation fiel ihm leicht: „Ich kann sie meiner Tochter mit gutem Gefühl übergeben. Sie macht es ja gerne.“

Franz-Josef-Hütte

Hüttenwirtin: Sabine Konzett
Ausgangspunkt: Faschina, Talstation Panoramabahn Stafelalpe
Rundweg (über Mittelstation und Stafelalpsee): 4,4 Kilometer und 300 Höhenmeter
Weitere Wandermöglichkeiten: Murmelweg, Blumenlehrpfad, Glatthorn
Besonderheit: mit dem Bike erreichbar
Weitere Infos: https://www.franzjosefhuette.com/

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Hier lässt es sich gut aushalten.
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Eine von insgesamt sieben Stationen auf dem Murmelweg.