Noch vor der Eröffnung: Volksschüler testen den neuen Murmelweg in Faschina

VN / 07.07.2026 • 16:00 Uhr
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28 Schüler und Schülerinnen der Volksschule Fontanella haben kürzlich den neuen Murmelweg in Faschina getestet. Bilder: VN/JUN

Eine Holzmurmel, sieben Erlebnisstationen und viel Naturwissen: Das erwartet Familien auf dem neuen Themenweg.

Fontanella Mit einer Holzmurmel in der Hand machten sich die 28 Schülerinnen und Schüler der Volksschule Fontanella auf den Weg nach Faschina. Noch vor der offiziellen Eröffnung des neuen Murmelwegs am 13. Juli durfte die Schule die neue Attraktion im Rahmen eines Wandertages ausprobieren. Der neue Themenweg kam bei den Kindern gut an.

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Direktorin Marina Marlin wanderte mit ihren Schülern hinauf zur Mittelstation der Stafelalpbahn.
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Die beiden Jungs nahmen es gelassen und legten zwischendurch ein Päuschen ein.

Los ging es bei der Talstation der Stafelalpbahn. Dort erhielt jedes Kind eine Holzmurmel, die es im Anschluss mit nach Hause nehmen durfte. Die Schüler wanderten bis zur Mittelstation der Stafelalpbahn am Hahnenkopf hinauf. Von dort beginnt der rund vier Kilometer lange Murmelweg, der über die Franz-Josef-Hütte und den Stafelalpsee bis zur Passhöhe in Faschina führt.

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Am Hahnenkopf bei der Mittelstation wurde dann eine ausgiebige Pause gemacht.
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Einige von ihnen sind öfter in den Bergen unterwegs, andere wiederum nie.
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Diese Schülerin hier wohnt direkt am Wanderweg.

Entlang der Strecke begleiten sieben Erlebnisstationen die Wanderer durch die Welt der Murmeltiere. Dabei rollen Holzmurmeln durch Bahnen und Labyrinthe, Rätsel müssen gelöst werden und spielerisch wird Wissen über Tiere, Natur und das Leben auf der Alpe vermittelt.

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Einige Schüler nutzten die Pause, um zu schaukeln.
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Die Holzmurmeln gibt es bei Gerold Konzett bei der Talstation.

Naturbelassen

Der Themenweg entstand auf einem bereits bestehenden Wanderweg und ergänzt den Blumenlehrpfad sowie die „Hutschn“ (Schaukel) bei der Mittelstation. Dadurch seien nur wenige Eingriffe in die Natur notwendig gewesen. Verwendet wurde ausschließlich heimisches Holz.

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Die Murmelbahnen fügen sich in die Natur ein.
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Die Schüler fanden die Murmelbahnen ganz toll.
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Die Holzmurmel darf man danach mit nach Hause nehmen.

Der Murmelweg ist ein Gemeinschaftsprojekt der Seilbahnen Faschina, der Tourismusbetriebe vor Ort, der Gemeinde Fontanella, von Damüls Faschina Tourismus, dem Verein Bergholz und der Alpenregion Bludenz Tourismus. Rund 60.000 Euro wurden in das Projekt investiert.

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Auch diese drei Jungs hatten Spaß, die unterschiedlichen Stationen zu entdecken.
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Hier ging es darum, herauszufinden, welche der drei Bahnen die schnellste ist.
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Bei jeder Station kann man etwas über die Flora und Fauna lernen.

Projektverantwortliche Silvia Plangg von der Alpenregion Bludenz Tourismus sieht darin einen zusätzlichen Anreiz für Familien, die Bergwelt in Faschina zu entdecken und gleichzeitig mehr über die Natur des Biosphärenparks Großes Walsertal zu erfahren. Laut Seilbahnen-Geschäftsführer Gerold Konzett erweitert der Murmelweg das bestehende Familienangebot in Faschina.

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Bei jeder Station kann man Wissenswertes über das Leben der Murmeltiere erfahren.
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Die Schüler testeten die einzelnen Stationen.
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Vor lauter Kindern sah man manchmal nicht mal mehr die Murmelbahn.

“Riesiger Mehrwert für die Kinder”

Für Direktorin Marina Marlin ist der Ausflug „ein riesiger Mehrwert für die Kinder“. Solche Erlebnisse bleiben den Schülern besonders lange in Erinnerung. Die 30-Jährige leitet die Volksschule Fontanella seit diesem Schuljahr. „Ich wollte immer schon Direktorin werden“, sagt sie. Als die Stelle frei geworden sei, habe sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen. Gemeinsam mit ihrem Lehrerteam, bestehend aus Milena Hagen, Birgit Wann und Maria Domig, organisiert sie zweimal im Jahr einen Wandertag. Natürlich müsse man als Lehrperson „ein gutes Auge auf die Kinder haben“, aber viele Kinder kennen sich in dieser Gegend bereits gut aus.

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Jeder kam mal an die Reihe.
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Der Murmelweg beginnt bei der Mittelstation des Sesselliftes.
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Anfangs waren die Holzkugeln noch zu breit für die Bahnen. Dieses Problem wurde mittlerweile behoben.

Oben angekommen, machten sie bei der Mittelstation eine ausgiebige Jause. Dann ging es endlich zur ersten Murmelbahn. Dort mussten die Kinder herausfinden, welche Murmel am schnellsten ins Ziel rollt. Die Kombination aus Bewegung, Spiel und Wissen überzeugte die jungen Tester. Manche Kinder erzählten, dass sie mit ihren Familien ohnehin häufig wandern gehen. Ein Mädchen berichtete, bereits beim Aufbau des Gipfelkreuzes auf dem Glatthorn dabei gewesen zu sein, weil ihr Vater das Projekt mitorganisiert hatte.

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Hier konnten die Kinder schauen, welche Raupe sich zu welchem Schmetterling entwickelt.
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Der Wanderweg bestand davor schon.
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Diese fünf Schmetterlinge findet man nicht nur auf der Murmelbahn, sondern auch in der Natur.

Marlin findet es eine „coole Idee“, die Kinder so zu animieren, in die Berge zu gehen. Ihr hat die Blütenstation am besten gefallen, bei der man eine Murmel hinaufrollen lassen musste. Für Familien sei das ein tolles Angebot. Die Kinder bewegen sich und lernen ganz nebenbei Wissenswertes über die Natur. So erfahren sie beispielsweise, welche Raupe sich zu welchem Schmetterling entwickelt, wie Murmeltiere wohnen, was sie essen und welche tierischen Nachbarn sie haben.

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Zum Bau der Murmeltiere erfährt man bei dieser Station etwas.
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Die Schüler können die Tafeln umklappen und dann den kleinen Text, beispielsweise zum Thema Winterschlaf, lesen.
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Bruchkies dient als Unterlage.
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Auch ein Pausenplatz wurde eingerichtet.
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Hier lernen die Kinder etwas über die verschiedenen Baumarten.
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Am Stafelalpsee gibt es ebenfalls eine Station.
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Mit Blick auf das Glatthorn.
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Beim Abstieg kommt man bei der Stafelalpe vorbei, wo es ebenfalls eine Station gibt.