Kein Feuer, keine Zigaretten: Vorarlberger Behörden verordnen absolutes Feuerverbot

In den Wäldern sind Feuer und Rauchen ab Donnerstag streng verboten. Die Feuerwehr ist vorbereitet.
Bregenz Ab Donnerstag, 30. Juli, gilt in allen Waldgebieten in Vorarlberg ein absolutes Feuerverbot. Das teilte das Land am Mittwoch mit. Die Waldbrandverordnung wurde von allen vier Bezirkshauptmannschaften erlassen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr sind das Entzünden von Feuer und das Rauchen bis auf Weiteres verboten.
![ABD0086_20260714 – WILDERMIEMING –
STERREICH: ++ HANDOUT ++ ZU APA0281 VOM 14.7.2026 – Vermutlich ein Blitzschlag hat Dienstagmittag, 14. Juli 2026 oberhalb von Wildermieming in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) einen Waldbrand ausgelst. Eine dichte Rauchsule breitete sich im Bereich des sogenannten “Grie§lehn” aus. – FOTO: APA/FF WILDERMIEMING – ++ WIR WEISEN AUSDRCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE […]](/2026/07/ABD0086-20260714-1-768x576.jpg)
In den kommenden Tagen wird es in Österreich wieder sehr heiß. Wie schon im Juni werden Temperaturen von bis zu 38 oder 39 Grad erwartet, stellenweise sind sogar 40 Grad möglich. Die Hitze verschärft die extreme Trockenheit zusätzlich. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) warnt: Bereits ein kleiner Funke kann einen Brand auslösen, der sich insbesondere bei Wind binnen kurzer Zeit ausbreiten kann.
![ABD0005_20260729 – KUFSTEIN –
STERREICH: ++ HANDOUT ++ ZU APA0092 VOM 29.7.2026 – Die Lscharbeiten gegen den am Dienstag ausgebrochenen Waldbrand im Gaisbachtal im Gemeindegebiet von Kufstein sind Mittwochfrh, 29. Juli 2026 fortgesetzt worden. “Brand aus” konnte noch nicht gegeben werden. 8.000 Quadratmeter waren betroffen gewesen, wie die Polizei am Mittwoch berichtete. – FOTO: APA/FREIWILLIGEN […]](/2026/07/ABD0005-20260729-1-768x576.jpg)
Vorarlbergs Feuerwehren sind auf die erhöhte Brandgefahr vorbereitet. „Wir sind stets bereit und setzen die Alarmierungsstufe sehr hoch an“, betont Landesfeuerwehrinspektor Herbert Österle. Entscheidend sei, einen Brand möglichst früh unter Kontrolle zu bringen. „Wenn uns ein Waldbrand gemeldet wird, rücken wir sofort mit sehr vielen Einsatzkräften aus, weil wir wissen: Wenn wir das Feuer gleich bekämpfen, sind wir gut. Wenn es einmal durchgeht, sind wir tagelang dran.“ Sofern es das Flugwetter zulässt, steigt laut Österle auch umgehend der Polizeihubschrauber auf. „Er fliegt mit dem Einsatzleiter über das betroffene Gebiet, damit wir die Lage abschätzen können und wissen, wie viel Material wir tatsächlich benötigen. Währenddessen wird das Material bereits zum Einsatzort gefahren.”

Laut KfV werden 83 Prozent aller Waldbrände in Österreich durch menschliches Verhalten verursacht. „Verzichten Sie auf offenes Feuer, dämpfen Sie Zigaretten vollständig aus und werfen Sie diese keinesfalls in die Natur. Bedenken Sie zudem, dass auch Funken, die etwa bei Arbeiten mit Winkelschleifern entstehen, trockenes Pflanzenmaterial entzünden können“, mahnt Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz, zur Vorsicht.
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Wie aus der Waldbrand-Datenbank der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) hervorgeht, wurden seit Jahresbeginn in Österreich bereits 269 Waldbrände registriert. Damit liegt die Zahl schon deutlich über dem Wert des gesamten Vorjahres, als 196 Waldbrände verzeichnet wurden. Der langjährige Durchschnitt (1993 bis 2025) beträgt 149 Waldbrände pro Jahr. In Vorarlberg musste die Feuerwehr heuer bislang achtmal zu Waldbränden ausrücken.

Das Feuerverbot in Vorarlberg gilt in allen Waldgebieten und deren Gefährdungsbereichen. Ein Gefährdungsbereich ist dem Land zufolge überall dort, „wo in Anbetracht der Größe des Feuers, der Beschaffenheit der Bodendecke, der Topografie und der meteorologischen Verhältnisse (Niederschlag, Windstärke, Windrichtung) das Übergreifen eines Bodenfeuers oder das Übergreifen eines Feuers durch Funkenflug auf den benachbarten Wald nicht ausgeschlossen werden kann“. Wer das Verbot missachtet, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 7270 Euro oder einer Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen rechnen.

Die aktuelle Wasserknappheit bereitet der Feuerwehr keine Sorgen. “Jede Gemeinde muss Löschwasser vorhalten. In den Hochbehältern ist stets genügend Wasser vorhanden, damit wir einen Löscheinsatz durchführen können“, erklärt Herbert Österle.