Vom Baggersee bis zur Kinderbetreuung: Diese Vorhaben beschäftigen Satteins

VN / 11.08.2026 • 07:26 Uhr
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Bürgermeister Andreas Dobler spricht über Projekte, die in der Gemeinde anstehen. Bilder: VN/JUN

„Nice-to-have-Projekte müssen hinten angestellt werden“, sagt Bürgermeister Andreas Dobler. Welche Vorhaben Satteins trotzdem umsetzt und wo Veränderungen geplant sind.

Satteins Verkehrslenkung, Kinderbetreuung und notwendige Investitionen in die Infrastruktur prägen derzeit die wichtigsten Themen der Gemeinde Satteins. Bürgermeister Andreas Dobler spricht über die geplanten Maßnahmen.

Am Satteinser Baggersee soll entlang der Straße ein Parkverbot ausgewiesen werden. „Wir wollen das Naherholungsgebiet erhalten und keinen Badetourismus entstehen lassen“, erklärt Dobler. Vor allem im Sommer herrsche rund um den Baggersee ein enormes Verkehrsaufkommen und Besucher würden teilweise Zufahrten zu den Firmen zuparken. Dabei sei das Baden im Baggersee gar nicht erlaubt, da dieser zum Grundwasserschongebiet gehört. Doch die Badenden kämen von überall her. Man wolle den Verkehr nicht überhandnehmen lassen und greife daher mit Parkverbotsschildern durch.

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Die Raiffeisenbank soll zur Kleinkindbetreuungseinrichtung umgebaut werden.

Mit dem kürzlich umgesetzten Straßen-Wege-Konzept (SWK) gilt im Ortsgebiet, ausgenommen auf der Landesstraße und im Gewerbegebiet, Tempo 30. Dobler würde es begrüßen, wenn das Land auf der Landesstraße zwischen der Tankstelle und der St.-Sebastians-Kapelle die Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h herabsetzt.

Für die Kleinkindbetreuung sucht die Gemeinde nach einer Lösung. Das ehemalige Raiffeisenbank-Gebäude könnte dafür umgebaut werden. Die Gemeinde hat das betreffende Grundstück bereits durch einen Grundstückstausch erworben. Aufgrund rückläufiger Kinderzahlen bestehe derzeit jedoch kein Zeitdruck, da der Platz im bestehenden Kindergarten noch ausreiche. Langfristig sollen Kindergarten, Kleinkindbetreuung und Volksschule an einem Standort zusammengeführt werden.

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Dobler wünscht sich bis zur Kapelle St. Sebastian eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 40 km/h.

Eine größere Investition in Höhe von 200.000 Euro ist die Errichtung eines neuen Schlepperwegs zur Satteinser Alpe. Da diese im Natura-2000-Gebiet liegt, müsse der Naturschutz besonders berücksichtigt werden. Für Mountainbiker sei der neue Forstweg jedoch nicht gedacht. Ein weiterer „größerer Brocken“ werde die neue Abwasserleitung. Rund 700.000 Euro investiert die Gemeinde dafür.

„Wir machen nur das Nötigste“, betont Dobler. „Nice-to-have-Projekte müssen hinten angestellt werden.“ Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben sei mittlerweile zu groß geworden. Das könne nicht mehr mit der Kommunalsteuer kompensiert werden. „Wir wollen, dass die Gemeinden wieder gut wirtschaften können.“