Nach 180 Minuten wird der Kader schon zur großen Baustelle

Nach zwei Runden steht der Aufsteiger vor dem Heimspiel vor großen Problemen.
Wolfurt Gerade einmal 180 Minuten sind in der neuen Saison der Regionalliga West gespielt, doch beim FC Wolfurt wird die ohnehin dünne Personaldecke bereits zur echten Belastungsprobe. Vor dem Heimspiel gegen die SVG Reichenau am Freitag um 18 Uhr am Sportplatz an der Ach muss der Aufsteiger den nächsten schweren Ausfall verkraften. Bei Mücahit Özdemir hat sich die befürchtete Diagnose bestätigt: Er erlitt im vergangenen Spiel in Dornbirn einen Kreuzbandriss samt Meniskusschaden und fällt damit langfristig aus.
Besonders bitter: Özdemir ist bereits der dritte Wolfurter Spieler nach Florian Geley und Marco Troy, der sich einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Für einen Verein, der ohnehin mit einem der kleinsten Kader in dieser Leistungsstufe in die Saison gegangen ist, wiegen diese Ausfälle besonders schwer. Schon in den ersten beiden Meisterschaftsspielen mussten jeweils drei Spieler aus der 1b-Mannschaft auf der Ersatzbank Platz nehmen. Nun überhaupt sechs Feldspieler und einen Ersatztorhüter für die Bank aufzubieten, wird zur Herausforderung.

Auch hinter Aleksandar Umjenovic steht für Freitag ein Fragezeichen. Der Neuzugang laboriert an einem Bänderriss im Knöchel und ist für das Duell mit Reichenau sehr fraglich. Martin Krizic ist nach einem dreiwöchigen Urlaub wieder zurück, dürfte aber noch nicht für die kompletten 90 Minuten bereit sein.
Sportlich will sich der Aufsteiger von den Personalproblemen dennoch nicht aus der Bahn werfen lassen. Nach zwei Runden hält Wolfurt bei einem Punkt und einem Torverhältnis von 3:5., Reichenau ist Neuner, zwei Plätze vor Wolfurt. Die sechs Neuzugänge sollen bei den Hausherren allesamt in der Startformation stehen.
Die Hoffnung auf den ersten Sieg lebt trotz der schwierigen Voraussetzungen. „Wir müssen die Tugenden Willen, Kampf und Laufbereitschaft und spielerische Note auf den Platz bringen“, sagt Wolfurts Aufstiegsmacher Jürgen Maccani. Viel Auswahl bleibt ihm derzeit nicht. Umso mehr wird es gegen die Tiroler darauf ankommen, dass die verfügbaren Kräfte zusammenrücken und über 90 Minuten an ihre Grenzen gehen. Nach nur zwei Spieltagen ist der Aufsteiger damit schon wesentlich stärker gefordert, als es ihm lieb sein kann. VN-TK





