Der Meister will in der Eliteliga bestehen

Nach Platz eins in der Vorarlbergliga ist Riefensberg in der Eliteliga angekommen.
Riefensberg Im Vorjahr war Dominik Helbock der Meistermacher des FC Riefensberg. Mit dem Titel in der Vorarlbergliga schaffte der Klub den Sprung in die VOL.AT-Eliteliga. Nun hat Michael Fink übernommen – und der Neo-Coach durfte gleich zum Auftakt über den ersten Punkt jubeln. Riefensberg trennte sich zu Hause von Hard mit 1:1. Für Fink ist das ein erster Schritt in eine Saison, in der vor allem ein Ziel zählt: der Klassenerhalt.
“Letztes Jahr hat wirklich alles gepasst. Die Verletztenliste war klein, der Verein hat funktioniert. Das war wirklich eine Saison, wo man sagen kann: Besser geht’s nicht”, blickt Fink auf die außergewöhnliche Meistersaison zurück. Gerade in den entscheidenden Wochen habe sich gezeigt, was die Mannschaft auszeichnete. Nicht jedes Spiel sei überragend gewesen, trotzdem habe Riefensberg die Partien häufig für sich entschieden. “Wenn du vorne stehst, gewinnst du die Spiele auch”, sagt der neue Trainer. Für Fink spricht das für die Qualität und vor allem für den Teamgeist, der die Mannschaft getragen habe.

Jetzt wartet allerdings eine neue Herausforderung. Der Aufsteiger muss sich in der VOL.AT-Eliteliga erst zurechtfinden. “Das oberste Ziel ist, die Klasse zu halten”, macht Fink klar. Er traut seiner Mannschaft dieses Unterfangen zu, weiß aber auch, dass Riefensberg mit einem dünnen Kader in die neue Saison geht.
Besonders schwer wiegt derzeit der Ausfall von Kapitän Niklas Fink. Der 28-Jährige fällt mit einem Bandscheibenvorfall aus, ob er im Herbst noch einmal zurückkehren kann, ist offen. “Der tut natürlich sehr weh, als Spieler und als Mensch”, sagt Fink. Um den Ausfall aufzufangen und die Kaderbreite zu verbessern, wurde reagiert. Mit Jonas Hartmann kam ein Innenverteidiger, der bereits höherklassige Erfahrung gesammelt hat. Fink erwartet sich von ihm eine wichtige Rolle. Auch Mats Seible soll für zusätzliche Möglichkeiten im Kader sorgen.

Trotz der Verstärkungen bleibt die personelle Situation angespannt. Fink spricht von einem sehr dünnen Kader und sieht deshalb noch Potenzial nach oben. Mehrere Spieler seien derzeit angeschlagen, gleichzeitig müsse sich das Team erst an das neue Niveau gewöhnen. Bei vier Neulingen kann Riefensberg aber auch drei Vereine hinter sich lassen.
Genau darin liegt für Fink aber auch eine Chance. Riefensberg soll sich akklimatisieren, zusammenwachsen und mit jedem Spiel mehr Selbstvertrauen entwickeln. Der erste Punkt gegen Hard ist dafür ein wichtiger Anfang.
Der Meistertitel des Vorjahres bleibt damit Erinnerung und Ansporn zugleich. Dominik Helbock führte Riefensberg zum größten Erfolg der Vereinsgeschichte, Michael Fink soll nun dafür sorgen, dass der Klub auch in der höheren Spielklasse seinen Weg erfolgreich fortsetzt. Der erste Zähler ist dabei schon einmal eingesammelt. VN-TK

