Was aktuell beim Bahnhof in Bregenz passiert

Im alten Bahnhofsgebäude werden Kabel für ein größeres Projekt verlegt – das steckt dahinter.
Bregenz In den vergangenen Wochen gab es mehrere abgesperrte Bereiche im Überführungsbereich des alten Bahnhofsgebäudes in Bregenz, einerseits aufgrund eines Wasserschadens. Andererseits werden aktuell Kabel verlegt, um einen Teil des alten Gebäudes auf den Abriss vorzubereiten.


Vorbereitungen für den Teilabbruch
Vor gut einem Monat war im Bereich der Unterführung eine Lacke entstanden, weshalb der Bereich abgesperrt wurde. Das Problem konnte jedoch innerhalb kurzer Zeit behoben werden. Vor einer Woche sammelte sich an derselben Stelle jedoch erneut Wasser an, wobei auch hier die Absperrung nicht lange nötig war. “Während Arbeiten am Übergangssteg kam es bei einem Starkregen zu der Lacke. Die Arbeiten konnten jedoch abgeschlossen und die Abdichtung erneuert werden”, heißt es vonseiten der ÖBB.


Neben dem temporären Bahnhofsgebäude, das im Jänner fertiggestellt wurde, und weiteren Maßnahmen wie der Sanierung der Bahnsteigdächer und dem Einbau neuer Rolltreppen sind angesichts des geplanten Neubaus keine größeren Investitionen mehr geplant. Jedoch werden laufend notwendige Erhaltungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Unter anderem soll der Übergangssteg für die nächsten Jahre noch instand gehalten werden – im Gegensatz zu anderen Gebäudeteilen, die bald weichen sollen.

Es besteht schon länger der Plan, zwischen dem Bestandsgebäude und der Mehrerauerbrücke (wo sich bereits einige Stellplätze befinden) einen provisorischen Parkplatz zu errichten. Dafür soll ein Teil des Gebäudes abgebrochen werden, während der restliche Bau vorerst stehen bleiben soll. Federführend ist hier die Eigentümerin Seequartier Projekt GmbH von Rhomberg Bau und i+R Wohnbau. Derzeit ist kein detaillierter Zeitplan des Abrisses in Erfahrung zu bringen.

Auch die aktuellen Kabelarbeiten bei der Unterführung haben mit dem geplanten Abriss zu tun. Es seien die letzten Schritte, um alle technischen Anlagen in das temporäre neue Bahnhofsgebäude zu übersiedeln. “Bislang war die Technik für die Kameras auf dem Hausbahnsteig (Bahnsteig 1) noch im alten Bahnhofsgebäude untergebracht. Die Übersiedlung der letzten Anlagen dient der Vorbereitung für den Abbruch des Bahnhofsgebäudes durch den Eigentümer”, teilt ein ÖBB-Sprecher mit. Die Kosten für diese Übersiedlungsarbeiten seien in den Gesamtkosten für das neue Aufnahmegebäude enthalten. Dieses wurde für knapp 4,5 Millionen Euro errichtet.



