Die Traube in Bürs sucht neue Pächter – das sind die Gründe

VN / 04.09.2026 • 15:24 Uhr
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Manuel und Petra Amann hören nach drei Jahren als Pächter des Gasthauses Traube auf. Nikola Baksaj (r.) ist Petras Bruder und für die kroatische und österreichische Küche verantwortlich. Bilder: VN/JUN

Drei Jahre lang führten Petra und Manuel Amann die Traube in Bürs. Ende September hören sie auf. Warum sie diesen Schritt gehen und wie es mit dem Gasthaus weitergeht.

Bürs Petra und Manuel Amann gehen künftig beruflich wie privat getrennte Wege. Deshalb suchen sie auch für das Gasthaus Traube in Bürs einen neuen Pächter. Mit Ende September hören beide auf, nachdem sie das Gasthaus erst vor drei Jahren übernommen hatten. Der Hauptgrund: Sie haben sich scheiden lassen. Aufgrund ihrer gemeinsamen GmbH könne keiner von ihnen das Gasthaus allein weiterführen.

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Künftig gehen Petra und Manuel Amann getrennte Wege.

Der Sommer laufe gut, der Winter sei hingegen etwas schwächer, meint Manuel Amann (44). Das Gasthaus Traube, das kroatische und österreichische Küche anbietet, sei nicht nur bei Urlaubern, sondern auch bei Einheimischen beliebt. Außerdem liegt das Gasthaus am Wanderweg von der Bürser Schlucht. Die gemischte Küche werde von den Gästen gut angenommen. Auch der eigene Lieferservice sei gerade bei Schlechtwetter ein gern genutztes Angebot.

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Auch draußen kann man gemütlich sitzen und ist vor Regen geschützt.

Petra und Manuel Amann sind beide im Service tätig, Petras Bruder Nikola Baksaj kocht. Wie es für sie danach weitergeht, lassen sie noch offen. “Man weiß nicht, was die Zukunft bringt”, sagt der 44-Jährige. Auch Petra Amann (35) weiß noch nicht, wohin ihr beruflicher Weg führt. Fest steht, dass sie eine Selbstständigkeit nicht ausschließt.

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Die urige Gaststube mit Kachelofen.
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Ende September schließen sie das Gasthaus Traube, das bis jetzt als Familienbetrieb geführt wurde.

Die Verpächterin des Gasthauses ist die Agrar Bürs. Es gebe bereits ein oder zwei Interessenten, sagt Manuel Amann. Eine zu gehobene Küche würde nicht hierher passen und nicht funktionieren, ist er der Ansicht. “Dafür ist der Raum Bludenz nicht gemacht.” Das Lokal verfügt über jeweils 60 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich. Zum Betrieb gehört auch ein Gemüsegarten hinter dem Gasthaus. Auf einer Wiese der Agrar Bürs bauten die Pächter dort eigenes Gemüse an.

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Hinter dem Gasthaus befindet sich der eigene Gemüseanbau.

Sanierung geplant

Laut Bürgermeister Georg Bucher hatte die Agrar Bürs ohnehin geplant, das alte Gasthaus zu sanieren. Unter anderem werden Heizung und Fenster ausgetauscht. Nach der Sanierung, die ein halbes Jahr in Anspruch nehmen wird, soll das Gasthaus neu verpachtet werden. Das Gasthaus sei als reiner Familienbetrieb geführt worden, was eine seiner Stärken gewesen sei. “Die Pächter waren extrem freundlich”, meint Bucher. Er kennt die Gründe, warum sie schließen, und kann diese nachvollziehen. Zudem habe sich das Ausgehverhalten der Menschen seit der Corona-Pandemie verändert und die Kosten für Miete, Energie und Personal in der Gastronomie steigen weiter.

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Das Gasthaus soll laut Bürgermeister Georg Bucher erst einmal saniert werden.