Junge Arbeit auf der Herbstmesse im Rampenlicht

Die Dornbirner Jugendwerkstätten zeigen in den Messehallen wieder ihr Können.
Dornbirn Wenn in der Werkstatt gesägt, geschraubt und gebaut wird, geht es um mehr als um ein fertiges Produkt. Für die Jugendlichen der Dornbirner Jugendwerkstätten ist praktische Arbeit ein wichtiger Schritt auf dem Weg in Ausbildung und Beruf. Bei der Herbstmesse vom 9. bis 13. September zeigen sie in Halle 11, Stand 35, was dabei entsteht. Auch im Messecafé sind die Jugendlichen im Einsatz.
Praxis, die weiterhilft
Rund 200 Jugendliche aus etwa 20 Nationen erhalten jedes Jahr eine Chance bei den Dornbirner Jugendwerkstätten. Sie sammeln Berufserfahrung, lernen Arbeitsabläufe kennen und übernehmen Verantwortung. Mehr als die Hälfte schafft anschließend den Übergang in einen weiterführenden Ausbildungs- oder Arbeitsplatz.

Rund 150 Unternehmen, 40 öffentliche Einrichtungen und etwa 500 private Haushalte nutzen regelmäßig Angebote der Jugendwerkstätten. Dazu gehören etwa Keller- und Dachbodenräumungen, Rasenmähen und Heckenschneiden, einfache Gartenarbeiten, Umzüge oder Entsorgungen. Für die Jugendlichen bedeutet jeder Auftrag eine echte Arbeitssituation, in der sie lernen, zuverlässig zu arbeiten, mit Kunden umzugehen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Von der Werkstatt direkt auf die Herbstmesse
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Holzwerkstatt. Dort entstehen individuelle Kleintierställe für Geflügel und Kaninchen, Hochbeete, Tische und Bänke sowie zahlreiche weitere Holzprodukte. Auch Reparatur- und Ausbesserungsarbeiten gehören zum Angebot. Auf der Herbstmesse können Besucherinnen und Besucher unter anderem die selbst gefertigten Kleintierställe und die neu entwickelte Transportkiste für Kleintiere besichtigen und erwerben. Bei der Entwicklung wurde besonderes Augenmerk auf die aktuellen Tierschutzbestimmungen und das Tierwohl gelegt.

“Jeder Auftrag bedeutet für die Jugendlichen eine echte Arbeitssituation. Sie lernen, Aufträge zu planen, Arbeitsabläufe einzuhalten, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam Lösungen zu finden”, erklärt Obmann Gerald Mathis. Und: “Die Werkstätten sind zugleich ein Ort, an dem konkrete Produkte für den Alltag entstehen.”
Kaffee und Kuchen im Messecafé
Wer eine Pause braucht, kann im Messecafé vorbeischauen. Dort servieren die Jugendlichen Kaffee und selbst gemachte Kuchen und zeigen auch im gastronomischen Bereich, was sie gelernt haben. Für den Obmann ist die Herbstmesse eine gute Gelegenheit, die Arbeit der DJW einem größeren Publikum näherzubringen: “Hinter jedem Produkt und jeder Dienstleistung stehen junge Menschen, die Verantwortung übernehmen und ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen.”
Die Qualität der Arbeit und das Engagement der Dornbirner Jugendwerkstätten wurden mehrfach ausgezeichnet. Das soziale Unternehmen verfügt über das österreichweite Gütesiegel für soziale Unternehmen von Quality Austria, ist für Betriebliche Gesundheitsförderung ausgezeichnet und nimmt seit mehr als 20 Jahren am Programm Ökoprofit teil.
Die Dornbirner Jugendwerkstätten freuen sich vom 9. bis 13. September auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher bei der Herbstmesse. Zu finden sind sie in Halle 1, Stand 35, und im Messecafé. CTH