„Buur, Nell, Trumpf“! Das große VN-Preisjassen auf der Herbstmesse in Dornbirn

VN / 13.09.2026 • 17:40 Uhr
Karl-Heinz Bichler ist zum 3. Mal dabei
Karl-Heinz Bichler ist zum 3. Mal dabei. Susan Huber

Am Sonntag verwandelte das VN-Preisjassen die Herbstmesse in Vorarlbergs größte Jass-Stube.

Dornbirn Es gab diesen einen Moment, in dem in der Halle 13 schlagartig Stille einkehrte – als die Stichzahl bekannt gegeben wurde. Das Klopfen verstummte, das Rascheln der Karten brach ab. Die Jasser schauten gespannt, was auf der Bühne passierte.

Zum zweiten Mal fand das VN-Preisjassen auf der Herbstmesse in Dornbirn statt und zog am Sonntag 288 Teilnehmer in seinen Bann.

Günter Wohlgenannt begrüßt 288 Jasser zum VN Preis-Jassen auf der Herbstmesse Dornbirn
Günter Wohlgenannt begrüßt 288 Jasser zum VN-Preisjassen auf der Herbstmesse Dornbirn Susan Huber

Das Messequartier mutierte ab 13 Uhr zur vermutlich größten Jass-Stube des Landes. Jassen ist im Ländle eben kein simpler Zeitvertreib, sondern pure Leidenschaft und eine gelebte Tradition.

Unter der bewährten Leitung von Jass-Experte Günter Wohlgenannt ging es hoch her. “Es hat mehr Platz, dadurch eine ruhige Atmosphäre und wir sind besser organisiert. Bei den Leuten kommt es sehr gut an”, freute sich Wohlgenannt über die Verbesserungen in diesem Jahr, bevor er wieder zur Bühne eilte. Das Turnier forderte selbst gestandene Profis heraus. Denn nicht die höchste Punktzahl siegte, sondern derjenige, der der geheimen, ausgelosten Stichzahl am nächsten kam. Die Jagd nach dem “Buur” und dem “Nell” lief auf Hochtouren und trieb den Puls in die Höhe.

Herzklopfen, Taktik und die Suche nach der geheimen Zahl

An Tisch 76 fieberten die Brüder Luca und Noah Ekker mit. Sie waren mit Tante Barbara Rauch gekommen und das erste Mal überhaupt bei einem Preisjassen dabei. Erfahren hatten sie davon in der Zeitung und online nachgeschaut. “Zu Hause spielen wir immer mit der Oma, den Eltern und der Tante”, erzählten die Jungs. Nun hofften sie nach einem guten Start auf die zweite Runde und die passende Stichzahl. Mit ihnen am Tisch saß Ludwig “Lucky” Häusle. Als erfahrener Jasser war auch er das erste Mal beim VN-Preisjassen. Er war extra gekommen, betonte aber gelassen: “Um den Gewinn geht es mir nicht.” Am anderen Ende der Halle nahmen Stefanie Roberth und Franz Nussbaumer am zugeteilten Tisch Platz. Die VN-Abonnenten hatten in der Zeitung davon gelesen und sich spontan angemeldet.

Luka Ekker zieht sein Los für die Tischnummer der 2. Runde
Luca Ekker zieht sein Los für die Tischnummer der 2. Runde Susan Huber

Sachpreise im Gesamtwert von 10.000 Euro

An Tisch 63 saß Marlene Mathis. Sie war nicht allein: “Wir sind in einer monatlichen privaten Jassrunde mit sieben Leuten und heute gemeinsam angetreten.” Direkt daneben tippte Karl-Heinz Bichler konzentriert das Protokoll. Er war bereits zum dritten Mal dabei und schaffte es zum VN-Jubiläum schon einmal in die Zeitung. “Zum großen Preis hat es noch nie gereicht, also auf einen neuen Versuch”, lachte er. Normalerweise jasst er in einer Bregenzer Männerrunde nach dem Tischtennis. Tischpartner Rudolf Unterkircher ergänzte trocken: “Wegen der Preise und des Essens bin ich nicht gekommen, nur fürs Jassen.” Er lobte die seltene Gelegenheit, in so großer Runde zu jassen.

Das weiß auch Cäcilia Reibnegger aus Lustenau, die mit ihren zwei Töchtern gekommen war. Für sie zählte jeder Stich, denn bei so vielen Teilnehmern entscheidet am Ende die absolute Präzision. Am anderen Ende der Halle nahmen Stefanie Roberth und Franz Nussbaumer am zugeteilten Tisch Platz. Die VN-Abonnenten hatten in der Zeitung davon gelesen und sich spontan angemeldet.

Die Spannung war greifbar, besonders als um 14:50 Uhr eine erste Prognose durchgegeben wurde: Die Stichzahl werde zwischen 950 und 1150 liegen. Ein Raunen ging durch die Reihen, und an den Tischen wurde sofort eifrig gerechnet.

Bei fantastischen Sachpreisen ging es zwar um viel, doch letzten Endes ging es den Teilnehmern aus ganz Vorarlberg allein um das gemeinsame Jassen in großer Runde beim VN-Preisjassen.

Bei fantastischen Sachpreisen im Gesamtwert von 10.000 Euro ging es zwar um viel, doch es ging letzten Endes den Teilnehmern aus ganz Vorarlberg allein um das gemeinsame Jassen.
Bei fantastischen Sachpreisen im Gesamtwert von 10.000 Euro ging es zwar um viel, doch es ging letzten Endes den Teilnehmern aus ganz Vorarlberg allein um das gemeinsame Jassen. Susan Huber