Das Geheimnis der “Sackzahl” ist gelüftet – das VN-Preisjassen kürt seine Gewinner

VN-Preisjassen auf der Dornbirner Herbstmesse – zwei Jasserinnen sind die Champions 2026.
Dornbirn Das älteste und aktuellste Nationalspiel der Vorarlberger bleibt wohl ein Kartenspiel: Dabei war am Sonntagnachmittag die Sackzahl von höchster Bedeutung. Zum zweiten Mal in Folge verwandelte sich die Halle 13 der Dornbirner Herbstmesse in Vorarlbergs größte Jass-Stube. Das offizielle VN-Preisjassen, das einst als Sponsoringprojekt begann und zum 80-jährigen VN-Jubiläum groß ausgebaut wurde, lockte 288 begeisterte Jasser jeden Alters aus ganz Vorarlberg in das Mohrenbräu-Wirtschaftszelt.
Unter der Regie von Jass-Experte Günter Wohlgenannt, der sich hochzufrieden mit der optimierten Organisation und der “ruhigen, angenehmen Atmosphäre mit viel Platz” zeigte, wurde hart, aber herzlich gefightet. Das große Turnier unterschied sich radikal von der gemütlichen Runde am heimischen Küchentisch. Denn das Besondere am Vorarlberger Preisjassen ist das strikte Regelwerk, das sich vom klassischen Feierabendjassen unterscheidet.


Auf den Tisch kam der ehrliche Kreuzjass mit Bodentrumpf. Nur die Punkte zählten: 152 Punkte aus den Kartenwerten plus 5 Bonuspunkte für den letzten Stich ergaben exakt 157 Punkte pro Spiel. Der “Buur” und das “Nell” waren heiß begehrt, während der gefürchtete “Bock” oder “Gais” ohne Trumpf das gesamte Gefüge auf den Kopf stellte. Nicht der Spieler mit den meisten Punkten triumphierte, sondern derjenige, der nach den gespielten Passen der geheimen Stichzahl, genauer “Sackzahl” genannt, am nächsten kam. Und diese wurde erst gegen Ende verkündet.

Zwei Gewinner des VN-Preisjassens
Diese magische Zahl, die alles entscheidende Stichzahl, lautete 1186. Mit jeweils nur zwei Punkten lagen die beiden Erstplatzierten daneben. Josefine Fink hatte 1184, Sigrid Joos 1188 Punkte. Paul Fink als Drittplatzierter hatte 1180 Punkte und somit sechs Punkte Differenz. Die beiden Gewinnerinnen freuten sich über die Hauptpreise: eine Ballonfahrt und einen Hubschrauberflug.

Beim VN-Preisjassen standen das gesellige Miteinander und die Freude am lebendigen Kulturgut im Mittelpunkt – nicht die Gewinne. HUB